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25.08.2026

Haus & Grund: Bemühungen des Landkreises OPR zur Verbesserung des RE6 stärker unterstützen

Der Verein "Haus & Grund Ostprignitz-Ruppin e.V.", der sich für die Interessen von Haus-, Wohnungs- sowie Grundeigentümer:innen einsetzt, ruft zu einer stärkeren, breiteren und vor allem lauteren Unterstützung der Forderungen von Landrat Ralf Reinhardt für eine nachhaltige Verbesserung des Zugverkehrs, insbesondere bei der Linie RE6 ("Prignitz-Express") auf.

Nach einem Gespräch mit Landrat Ralf Reinhardt sagte der Vorsitzende von "Haus & Grund Ostprignitz-Ruppin e.V.", Ingo Karbe, es brauche mehr Unterstützung, nicht nur Appelle und Briefe an Landes- sowie Bundesminister. Für den Landrat müsse es "mehr Breite, Lautstärke und Rückendeckung" zur Untermauerung der langjährigen Forderungen geben, um die Verantwortlichen beim Bund und beim Land endlich zu einem wirklichen Umdenken zu bewegen. "Wir, und damit meine ich Fahrgäste, Kommunalpolitiker, Verbände, Unternehmer und Vereine im Landkreis, müssen richtig Lärm machen, um darauf aufmerksam machen, dass es eine bessere und zuverlässigere Anbindung an die Hauptstadt braucht, und das nicht erst im Jahr 2035. Wir können nicht noch länger warten, mit der Hinhaltetaktik muss endlich Schluss sein."

Ingo Karbe erläuterte, warum sich "Haus & Grund" in OPR für das Thema Zugverkehr einsetzt. In den vergangenen 30 Jahren hätten Eigentümer:innen viel für den Wiederaufbau von Gebäuden in der Region geleistet, und dies mit jeder Menge Eigenkapital, Krediten und Risiken. Durch den für die Zukunft prognostizierten Bevölkerungsschwund im ländlichen Raum seien nicht nur Immobilienbesitzer:innen auf einen Zuzug von Menschen angewiesen, vor allem aus dem Raum Berlin. "Junge Familien wären durchaus bereit, den Standort Berlin zu verlassen und zu uns zu kommen. Ein Impulsgeber wäre dabei ein funktionierender und gut angebundener RE6 mit einem Halbstundentakt, um als attraktive Zukunftsregion von den Menschen wahrgenommen zu werden. Deshalb haben wir jetzt das Gespräch mit dem Landrat gesucht und ihm unsere Unterstützung zugesagt. Der Runde Tisch zum RE6 in diesem Jahr in Neuruppin hat uns vor Augen geführt, dass eine zeitgemäße Zugverbindung wichtig ist und hier mehr passieren muss. Ich erwarte auch eine größere Unterstützung durch unsere Vertreterinnen und Vertreter im Landtag", betonte Karbe.

Landrat Ralf Reinhardt begrüßt diesen Vorstoß: "Wir brauchen mehr denn je die Landtagsabgeordneten aus unserer Region, die nachdrücklich unsere Forderungen unterstützen und sich deutlich dahingehend positionieren. Die Benachteiligung des gesamten Nordwestens muss aufhören. Es kann nicht sein, dass wir am Stadtrand von Berlin von unserem musealen Dieselzug in eine S-Bahn umsteigen müssen, um in die Innenstadt zu gelangen. Das würde man auch nicht Bürgerinnen und Bürgern in Eberswalde oder Brandenburg an der Havel zumuten, die eine direkte Anbindung an die Berliner Innenstadt haben. Wir alle müssen der Landesregierung vor Augen führen, dass das so nicht weitergehen kann. Überall wird großzügig gefördert, nur wir bleiben außen vor und verharren beim Schienenverkehr auf dem Stand des letzten Jahrhunderts. Wir werden alles versuchen, damit wir schneller, direkter und zuverlässiger nach Berlin und wieder zurück kommen, und das bitte vor dem Jahr 2035. Aber das schaffen wir nur gemeinsam mit mehr lautstarken Unterstützerinnen und Unterstützern bei uns im Landkreis, aber auch im Landtag."

Zum Hintergrund:

Der bereits zugesagte und lang versprochene Halbstundentakt des RE6 zwischen Berlin und Neuruppin ist mehrfach verschoben worden und soll nun frühestens 2035 kommen. Allerdings bedeutet "Berlin" weiterhin ein Umsteigen in Hennigsdorf in die S-Bahn zur Weiterfahrt in die City oder aber die langwierige (anderthalbstündige) Fahrt mit dem RE6 über Hennigsdorf und Spandau bis nach Charlottenburg. Der Vorschlag des Landkreises OPR, die zuverlässige Ausweichstrecke des RE6 über Löwenberg und Oranienburg bis nach Berlin-Gesundbrunnen weiter zu nutzen, wurde von den Verantwortlichen im Land verworfen. Eine Einfahrt des RE6 in den Berliner Hauptbahnhof ist nicht möglich, da dieselbetriebene Züge dort nicht verkehren dürfen. Die vom Landkreis vorgeschlagene (Teil-)Elektrifizierung der RE6-Strecke wird in absehbarer Zeit nicht realisiert.

Ein Zug des RE6 bei seinem Halt in Berlin-Charlottenburg. Die Fahrt von hier über Spandau und Hennigsdorf bis Neuruppin dauert etwa anderthalb Stunden - vorausgesetzt, der Zug fährt nach Plan. © LK OPR
Ein Zug des RE6 bei seinem Halt in Berlin-Charlottenburg. Die Fahrt von hier über Spandau und Hennigsdorf bis Neuruppin dauert etwa anderthalb Stunden - vorausgesetzt, der Zug fährt nach Plan. © LK OPR

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