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11.09.2026

Üben für den Ernstfall

Warntag 2026 in OPR erfolgreich verlaufen

Der bundesweite Warntag wurde im Landkreis OPR auch dazu genutzt, die Katastrophenschutz-Leuchttürme in den Kommunen zu erproben und bei den Bürger:innen bekannt zu machen. © LK OPR
Der bundesweite Warntag wurde im Landkreis OPR auch dazu genutzt, die Katastrophenschutz-Leuchttürme in den Kommunen zu erproben und bei den Bürger:innen bekannt zu machen. © LK OPR

Auch im Landkreis OPR stand der zweite Donnerstag im September wieder ganz im Zeichen des bundesweiten Warntages. Dabei wurde ein Probealarm ausgelöst, um Abläufe und Schnittstellen für den echten Katastrophenfall zu testen. Zudem öffneten an diesem Tag Katastrophenschutz-Leuchttürme in den Kommunen ihre Türen für die Bevölkerung.

Um genau 11 Uhr verschickte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe über das Modulare Warnsystem des Bundes die Probewarnung. Radio- und Fernsehsender verbreiteten daraufhin die Alarmierung, an Mobiltelefone wurden via Cell Broadcoast Warnmeldungen der höchsten Warnstufe 1 sowie deutlich wahrnehmbare akustische Signale gesendet.

Auch Cell-Broadcast-Meldungen auf Mobiltelefonen informierten über den Probealarm. © LK OPR
Auch Cell-Broadcast-Meldungen auf Mobiltelefonen informierten über den Probealarm. © LK OPR

Auch andere Warnmittel, wie etwa die Sirenen in den Städten und Gemeinden, wurden für den Probealarm am bundesweiten Warntag aktiviert. Eine Dreiviertelstunde später erfolgte dann die Entwarnung, erstmals auch als Cell-Broadcast-Meldung.

Marcus Völpel, Leiter des Sachgebiets Katastrophenschutz beim Landkreis OPR, zieht eine positive Bilanz: "Die Durchführung des Warntages ist in unserem Landkreis nach den uns vorliegenden Rückmeldungen positiv verlaufen. Die Sirenen haben die Signale der Warnung und Entwarnung empfangen, ausgelöst und waren akustisch gut wahrnehmbar. Auch die Warn-App NINA hat flächendeckend funktioniert, ebenso wie der Empfang der Cell-Broadcast-Meldungen auf kompatiblen Mobiltelefonen. Vereinzelt konnten auch mobile Warnsysteme, wie Lautsprecherwagen, getestet werden."

Alle Kommunen im Landkreis verfügen über Katastrophenschutz-Leuchttürme. In Lindow (Mark) wird dieser im Rathaus in der Straße des Friedens aktiviert. © LK OPR
Alle Kommunen im Landkreis verfügen über Katastrophenschutz-Leuchttürme. In Lindow (Mark) wird dieser im Rathaus in der Straße des Friedens aktiviert. © LK OPR

Der bundesweite Warntag wurde im Landkreis OPR aber auch dazu genutzt, die Katastrophenschutz-Leuchttürme (KatS-Lt) in den Kommunen zu aktivieren und im Rahmen eines "Tages der offenen Tür" der Öffentlichkeit vorzustellen. Die KatS-Lt sind in Brandenburg für den Fall von Krisen und Katastrophen als zentrale Anlaufstellen für die Bevölkerung vorgesehen, meist in öffentlichen Gebäuden wie Sporthallen, Schulen oder Rathäusern.

Die "Leuchttürme" können beispielswiese bei einem länger andauernden Stromausfall als zentrale Anlaufstelle genutzt werden, um elektronische Geräte zu laden oder sich bei einem Ausfall der Heizung aufzuwärmen. Darüber hinaus stehen an diesen Orten unter anderem Trinkwasser und Toiletten für hilfesuchende Menschen zur Verfügung.

Im Innenhof des Lindower Verwaltungsgebäudes wurde ein Zelt aufgebaut, um die Gäste am bundesweiten Warntag zu empfangen, darunter auch Nachwuchsfeuerwehrleute der Drei-Wege-Schule. Amtsdirektor Karsten Rottstädt beantwortet ihre Fragen. © LK OPR
Im Innenhof des Lindower Verwaltungsgebäudes wurde ein Zelt aufgebaut, um die Gäste am bundesweiten Warntag zu empfangen, darunter auch Nachwuchsfeuerwehrleute der Drei-Wege-Schule. Amtsdirektor Karsten Rottstädt beantwortet ihre Fragen. © LK OPR

In Lindow (Mark) ist der KatS-Lt im örtlichen Rathaus untergebracht, auch dort öffneten sich am Warntag die Türen für die Öffentlichkeit. Als prominenter Gast machte sich Staatssekretär Uwe Schüler aus dem brandenburgischen Ministerium des Inneren und für Kommunales gemeinsam mit Amtsdirektor Karsten Rottstädt ein Bild von der Ausstattung und Einsatzfähigkeit des Lindower Katastrophenschutz-Leuchtturms ein Bild, ebenso wie interessierte Nachwuchsfeuerwehrleute der Drei-Seen-Schule mit Schulleiterin Sophia Deter-Otto. Die stellten auch einige schlaue Fragen, zum Beispiel was im Falle eines Stromausfalls zu tun sei und ob auch bei einem stummgeschalteten Handy der Warnton bei einer Alarmierung zu hören ist. Die Antwort: Eine Warnung ertönt auch bei einer aktivierten Stummschaltung.

Innenstaatssekretär Uwe Schüler und Amtsdirektor Karsten Rottstädt inspizieren gemeinsam mit Vertretern des Landkreises und der Feuerwehr die mobile Tankanlage im Katastrophenschutz-Leuchtturm Lindow (Mark). © LK OPR
Innenstaatssekretär Uwe Schüler und Amtsdirektor Karsten Rottstädt inspizieren gemeinsam mit Vertretern des Landkreises und der Feuerwehr die mobile Tankanlage im Katastrophenschutz-Leuchtturm Lindow (Mark). © LK OPR

Neben Lindow (Mark) und anderen Städten, Ämtern und Gemeinden im Landkreis OPR nutzte auch Wusterhausen/Dosse den Warntag als gute Gelegenheit, den eigenen KatS-Lt zu aktivieren und die Abläufe zu proben. Der Stützpunkt wird im Krisen- oder Katastrophenfall in der großen Dossehalle eingerichtet.

Blick in die Dossehalle in Wusterhausen/Dosse, die als Anlaufstelle der Bevölkerung im Katastrophen- und Krisenfall dient. © LK OPR
Blick in die Dossehalle in Wusterhausen/Dosse, die als Anlaufstelle der Bevölkerung im Katastrophen- und Krisenfall dient. © LK OPR

Ein neben der Halle stehendes Notstromaggregat der Freiwilligen Feuerwehr versorgt den Standort mit Energie, mit der unter anderem auch die mobilen Heizungen betrieben werden können. Trinkwasser soll in großen Behältern bereitgestellt werden, falls die Leitungen in den Wohngebäuden kein Wasser mehr hergeben sollten.

Franziska Seeger, Leiterin des Ordnungsamtes: "An einem Tag wie heute können wir uns nicht nur der Öffentlichkeit zeigen, sondern auch die Technik und Gerätschaften in einem Leuchtturm ausprobieren und schauen, ob alle Handgriffe sitzen oder ob noch Dinge verbessert werden müssen."

Besonders erfreut zeigte sich die Amtsleiterin über das Engagement der Teams im KatS-Lt. Neben Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung unterstützten auch Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr, eine Kita-Mitarbeiterin sowie der Hausmeister die Übung in der Dossehalle. "Dieser Einsatz war wirklich toll. Und wer im nächsten Jahr mit dabei sein und helfen möchte, ist dazu herzlich eingeladen", erklärt Franziska Seeger.

Direkt neben der Dossehalle erzeugt ein mit Diesel betriebenes Notstromaggregat Energie für den Katastrophenschutz-Leuchtturm. © LK OPR
Direkt neben der Dossehalle erzeugt ein mit Diesel betriebenes Notstromaggregat Energie für den Katastrophenschutz-Leuchtturm. © LK OPR


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