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17.09.2026

Koordinationsstelle Allgemeinmedizin soll weiter gefördert werden

Die medizinische Versorgung im ländlichen Raum langfristig zu sichern, bleibt eine der wichtigsten Aufgaben für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin. Da in den kommenden Jahren viele etablierte Haus- und Fachärztinnen und -ärzte altersbedingt in den Ruhestand gehen, setzt der Landkreis auch auf eine starke Partnerschaft mit der Wissenschaft.

Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist die enge Kooperation mit der Medizinischen Hochschule Brandenburg CAMPUS GmbH (MHB) und in diesem Zusammenhang die Arbeit der bei der MHB angesiedelten Weiterbildungskoordinatorin Allgemeinmedizin.

Die Stelle wurde im Rahmen des "Kreisentwicklungskonzepts 2035+" ins Leben gerufen, um den Übergang vom Studium in die ärztliche Praxis möglichst nahtlos zu gestalten. Die seit 2025 tätige Koordinatorin unterstützt angehendes ärztliches Personal ganz individuell bei der Planung ihrer Facharztausbildung direkt in der Region.

Gleichzeitig schlägt sie eine wichtige Brücke zwischen der universitären Ausbildung an der MHB und der Praxis vor Ort: Die Koordinatorin vernetzt die beteiligten Kliniken, Arztpraxen und gesundheitspolitischen Akteure zu einem starken, strukturierten Weiterbildungsverbund. Durch diese enge Verzahnung von Hochschule und regionaler Praxis wird der Landkreis OPR für junge Mediziner:innen als Arbeits- und Lebensmittelpunkt attraktiv.

Um den medizinischen Nachwuchs auch in Zukunft optimal zu betreuen und dauerhaft an die Region zu binden, ist eine Fortführung der Arbeit der Koordinationsstelle Allgemeinmedizin unverzichtbar. Vor diesem Hintergrund ist vorgesehen, die Finanzierung der Stelle im Rahmen der bestehenden Kooperation mit der MHB auch im Jahr 2027 fortzusetzen. Der Landkreis wird dafür – vorbehaltlich der Haushaltsbeschlüsse des Kreistages – weiterhin einen jährlichen Zuschuss von bis zu 35.000 Euro bereitstellen.

Ziel ist die langfristige Bindung von Ärztinnen und Ärzten an die Region und die Stärkung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Vergleichbare Netzwerke in anderen Landkreisen zeigen, dass sich nachhaltige Effekte über mehrere Jahre entwickeln. Bis jetzt lag der Fokus vor allem auf dem Aufbau tragfähiger Netzwerk- und Kooperationsstrukturen.

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