Ein Tag für die Dörfer in Königshorst
Fast 100 Teilnehmende aus verschiedenen Orten in OPR kamen an den südlichsten Rand unseres Landkreises. Selbst Gäste aus Freyenstein, Sewekow und Kleinzerlang – also vom nördlichsten OPR-Zipfel – durften in Königshorst trotz der weiten Anreise begrüßt werden. Diese Begrüßung nahmen der Vorsitzende des Vereins "Die Horschter e.V.", Lars Reinus", Ortsvorsteher Enrico Balles, Fehrbellins Bürgermeister Mathias Perschall sowie Vizelandrat Werner Nüse vor.
Vor allem erfuhren die Besucher:innen an diesem Tag viele interessante Dinge über Königshorst. So beispielsweise, dass etliche junge Familien an der Hauptstraße ihr neues Zuhause gefunden haben, weshalb diese im Dorf auch "Straße der Jugend" genannt wird. Die Königshorster:innen, ob Jung oder Alt, waren übrigens leicht zu erkennen, denn viele trugen nicht ohne Stolz das Shirt mit dem Ortswappen – bestehend aus einem Butterfass mit Krone (für die königliche Butterakademie) auf einem grünen Berg zwischen blauen Wellen (Horste und Gräben sind Merkmale der Luchlandschaft). Die Bedeutung des Königshorster Wappen lässt sich auch in der Chronik nachlesen, die 2019 vom Festtagskomitee "300 Jahre Königshorst" zusammengetragen und gedruckt wurde.
Auf einer rund einstündigen Bustour lernten die interessierten Gäste dann noch viel mehr über die Entstehung und Entwicklung der Gemeindeteile Sandhorst, Nordhof, Seelenhorst, Mangelshorst, Lobeofsund und Fredenhorst kennen, die zusammen mit Königshorst einen Ortsteil von Fehrbellin bilden. Auf der Höhe von Fredenhorst wurde ein Zwischenstopp eingelegt und das Team vom Islandpferdehof Fredenhorst stellte sich vor. Man erfuhr unter anderem, dass es wie bei so manchem Fahrzeug auch bei den Islandpferden verschiedene "Gänge" gibt – vom Schritt, Trab, Galopp und Tölt bis hin zum "5. Gang", dem Rennpass, der manchmal erst erlernt werden muss.
Bei einer anderen Besichtigungstour standen die Dorfkirche und der Friedhof mit der Gedenkstätte in Königshorst im Mittelpunkt, auußerdem gab es einen etwa einstündigen Dorfrundgang. Gezeigt wurden dabei bisher umgesetzte Projekte, darunter der neue Dorfmittelpunkt. Das ist ein Platz mit Spielgeräten, Sitzmöglichkeiten und Pavillon, Barfußpfad, Boulebahn, einem Gedenkstein zum 300-jährigen Jubiläum und viel Grün – alles realisiert mit viel ehrenamtlicher Arbeit und verschiedenen Zuwendungen.
Vorgestellt wurde auch das mit ELER-Mitteln umgesetzte und über die LAG OPR beantragte Projekt "Schwarzes Brett" für Infos, Angebote und vieles mehr. Insgesamt wurden in den Gemeindeteilen 10 Exemplare aufgestellt. Gezeigt wurde darüber hinaus eines der ältesten Häuser im Ort, das mittlerweile hinter üppigem Baum- und Strauchwerk kaum noch zu sehen ist und sich bereits in einem sehr kritischen Bauzustand befindet. Die Vision besteht nun darin, aus diesem Gebäude mal ein Vereinhaus entstehen zu lassen.
Natürlich sollte beim Kreisdorftag in Königshorst auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. So gab es verschiedenste selbstgebackene Kuchen, von der ortsansässigen Agrargesellschaft Königshorst mbH produzierte Bärlauchwurst und Gulaschfleisch, aus dem eine leckere Suppe gekocht wurde. Auch der gereichte Bärlauch stammte selbstverständlich aus der Region. Für Unterhaltung und großen Applaus sorgten zudem die "Die Horschter Linedance Kids" mit ihrem Auftritt.
Schluss- und Höhepunkt des Tages war schließlich die Preisverleihung im Rahmen des Wettbewerbs "Unser Dorf lebt durch uns!". Landrat Ralf Reinhardt und der Erste Beigeordnete sowie Dezernent des Landkreises, Werner Nüse, überreichten Urkunden und symbolische Schecks für alle Teilnehmenden des Kreiswettbewerbs. Nachfolgend zum Herunterladen die Preisträger in den beiden Kategorien:
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Königshorster:innen in jeglicher Sicht einfach perfekte Gastgeber waren.
Ein herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle nach Königshorst mit allen Gemeindeteilen!