Tag der Deutschen Einheit: Schwarz-Rot-Gold vor Gebäuden der Kreisverwaltung
Am 3. Oktober vor 36 Jahren trat der Einigungsvertrag in Kraft, mit dem die frühere DDR der Bundesrepublik und damit dem Geltungsbereich des Grundgesetzes beitrat. Nach 45 Jahren der Trennung war die staatliche Einheit Deutschlands wiederhergestellt. Erstmals wurde am 3. Oktober 1990 die schwarz-rot-goldene "Fahne der Freiheit" vor dem Berliner Reichstagsgebäude gehisst.
Landrat Ralf Reinhardt: "Wir feiern am 3. Oktober die deutsche Vereinigung, ohne unterschiedliche Sichtweisen und Erfahrungen der Menschen in Deutschland außer Acht zu lassen. Unsere Verfassung ermöglicht eine vielfältige und pluralistische Gesellschaft, die es gegen extremistische Widerstände zu verteidigen gilt. Wir müssen aber auch weiter daran arbeiten, noch vorhandene wirtschaftliche und soziale Unterschiede abzubauen, um für ein gerechtes Deutschland zu sorgen."
Sigrid Nau, Vorsitzende des Kreistages Ostprignitz-Ruppin: "Der 3. Oktober bleibt für mich ein besonderer Tag. Ein Tag der Freude und der Freiheit in einem geeinten Deutschland. Dafür stehen auch für mich die Farben Schwarz, Rot und Gold, die Farben der Freiheit. Sie sollten uns daran erinnern, dass die Freiheit von den Menschen in der DDR hart erkämpft wurde und wir auch heute alles dafür tun müssen, die Demokratie zu schützen."
Das brandenburgische Ministerium des Innern und für Kommunales (MIK) hat vor diesem Hintergrund bis auf Weiteres eine Dauerbeflaggung seiner Dienstgebäude ab dem 3. Oktober 2026 angeordnet. Gesetzt werden dabei grundsätzlich die Bundesflagge, die Landesflagge Brandenburgs sowie die Europaflagge mit den Sternen Europas.
Brandenburgs Innenminister Dr. Jan Redmann über die Symbolik der Bundesflagge und ihrer Farben: "Schwarz-Rot-Gold wird benutzt, wenn Menschen ausgegrenzt werden sollen. Redner und Plakate beanspruchen die Farben für sich allein. Andere zucken bei jeder schwarz-rot-goldenen Fahne zusammen und vermuten dahinter eine fragwürdige Gesinnung. Auf manchen CSD-Veranstaltungen ist sie gar unerwünscht. Beides ist falsch und hat dramatische Folgen. Wenn die Mitte die Fahne aus der Hand legt, greifen andere zu."
Auf der Webseite des Deutschen Bundestages werden die Geschichte der Bundesflagge und insbesondere die Bedeutung von Schwarz, Rot und Gold als Farben der Einheits- und Freiheitsbewegung genauer erläutert.