Woidke zu Gast bei der Stephanus-Stiftung in Heilbrunn
Unterstützt werden diese von 19 Mitarbeitenden in den Bereichen Ackerbau, Tierhaltung, Fleischerei und beim Verkauf der eigens hergestellten Produkte im Hofladen, die es nach einem gemeinsamen Hofrundgang unter anderem mit dem Stiftungsvorstand sowie Wusterhausens Bürgermeister Philipp Schulz und Landrat Ralf Reinhardt zu probieren galt. Dabei konnten sich die Gäste bei einer kleinen Pause an einem bereitgestellten Frühstücksbuffet vor allem von den besonders beliebten und qualitativ hochwertigen Wurst- und Fleischwaren des landwirtschaftlichen Betriebs im Südwesten des Landkreises OPR überzeugen.
Der Betrieb der Stephanus-Stiftung in Heilbrunn begleitet Menschen mit Beeinträchtigung auf ihrem Bildungsweg und in den allgemeinen Arbeitsmarkt. In den Gesprächen mit dem Ministerpräsidenten ging es denn auch um den Wunsch der Stiftung, Barrieren abzubauen, damit Beschäftigte ihre beruflichen und persönlichen Potenziale voll ausschöpfen können.
Woidke betone bei seinem Besuch: "Die Einrichtung der Stephanus-Stiftung in Heilbrunn zeigt, was soziale Infrastruktur im besten Sinne leisten kann: Menschen bekommen hier die Unterstützung, die sie benötigen, und werden gleichzeitig im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefördert. Sie werden befähigt, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten, sich weiterzubilden, zu arbeiten, Verantwortung zu übernehmen und Gemeinschaft zu erleben. Wo Menschen mit und ohne Behinderungen selbstverständlich zusammenarbeiten, einkaufen, feiern und einander begegnen, wird Inklusion ganzheitlich gelebt. Solche Orte sind für unser gesellschaftliches Miteinander unverzichtbar."
Die Landesregierung will sich dafür weiter einsetzen, die selbstbestimmte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Grundlage dafür ist unter anderem das behindertenpolitische Maßnahmenpaket 3.0 zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention.
Die Stephanus-Werkstätten befinden sich derzeit mitten in einem umfassenden Transformationsprozess mit dem Ziel, attraktive Produktionsstandorte mit beruflicher Rehabilitation zu verbinden. Harald Thiel, kaufmännischer Vorstand der Stephanus-Stiftung, erklärte im Rahmen des Woidke-Besuchs: "Jeder Mensch hat das Recht auf einen beruflichen Traum und ein selbstbestimmtes Leben. Deshalb entwickeln wir unsere Arbeits- und Wohnangebote konsequent weiter und schaffen inklusive Lebensorte, an denen Teilhabe, Bildung und Gemeinschaft selbstverständlich zusammengehören. Dafür brauchen wir Unterstützung seitens der Politik und Veränderung bei der Gestaltung dieser Hilfen."
Die Stephanus-Stiftung unterstützt mit ihren gemeinnützigen Tochtergesellschaften im Land Brandenburg rund 5.000 Menschen in besonderen Lebenslagen an 96 Standorten. 2.300 Mitarbeitende pflegen, begleiten, bilden, beraten Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen im Alter, Menschen mit Assistenzbedarf oder psychischer Erkrankung sowie Geflüchtete. Allein in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz beschäftigt die Stiftung über 360 Mitarbeitende in sozialen Diensten.