Ein neues Zuhause für die Kyritzer DRK-Bereitschaft
Großer Moment für die Kyritzer DRK-Bereitschaft, die im Auftrag des Landkreises OPR im Katastrophenschutz mitwirkt: Ab sofort können die ehrenamtlichen Einsatzkräfte des DRK Stellplätze sowie Räumlichkeiten der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) mitnutzen. Der alte und nicht mehr zeitgemäße Standort in der Wittstocker Straße gehört damit der Vergangenheit an.
Mit Blaulicht und Martinshörnern fuhren die Fahrzeuge der DRK-Katastrophenschutzeinheit auf das Gelände der FTZ in der Perleberger Straße. Bisher war die vom Landkreis bereitgestellte Technik – ein geländegängiger Mannschaftstransporter, ein Notfallkrankenwagen, ein Gerätewagen, ein Kühlanhänger für Lebensmittel sowie eine Feldküche – in einem Gebäude untergebracht, das aufgrund seines Zustands fast schon liebevoll "Scheune" genannt wurde.
Mit dem Umzug erhalten die Einsatzkräfte in der modernen Fahrzeughalle der FTZ, die erst Anfang Juni dieses Jahres eingeweiht worden war, vier Stellplätze für ihre Technik. Bei Großschadenslagen und Einsätzen, wie zuletzt im Juli dieses Jahres beim Waldbrand in Braunsberg, ist das Team des Deutschen Roten Kreuzes (Kreisverband Gransee Ostprignitz-Ruppin e.V.) für die Erstverpflegung am Einsatzort zuständig. Rund 200 warme Mahlzeiten können für die Einsatzkräfte in kurzer Zeit vorbereitet werden. Darüber hinaus stellt das DRK im Katastrophenschutz- und Großschadensfall eine so genannte "Mineralwasserreserve" sicher. Das sind rund 240 Liter Mineralwasser, die bereitgehalten werden und dann bei entsprechenden Einsätzen sofort zur Verfügung stehen.
Ein Raum in der FTZ kann außerdem übergangsweise von der DRK-Bereitschaft als Umkleide- und Sozialbereich genutzt werden. Der Landkreis arbeitet aber bereits an dauerhaften Räumlichkeiten für die DRK-Einsatzkräfte, damit auch dort beispielsweise Schulungen durchgeführt werden können, die bisher in der Rettungswache in Kyritz stattfanden. Geplant ist dafür ein Bereich im Gebäude oberhalb der jetzigen Schlauchwerkstatt der FTZ.
Tobias Bühring, Bereitschaftsleiter am DRK-Standort Kyritz, ist glücklich, mit seinem Team in der FTZ ein neues Zuhause gefunden zu haben: "Das ist ein großer Schritt für die Kyritzer Bereitschaft. Hier finden wir optimale Bedingungen vor, die wir in dieser Form bisher nicht hatten. Unser Dankeschön gilt dem Landkreis für diese Unterstützung."
Kreisbrandmeister Olaf Lehmann erklärt: "Ich bin sehr froh, dass wir zusammen mit dem Sachgebiet Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst des Landkreises für die ehrenamtlichen Profis des DRK hier in unserer Feuerwehrtechnischen Zentrale, die ja eigentlich Katastrophenschutzzentrale heißen müsste, diese Bereitstellung ermöglichen konnten. Ich wünsche uns allen auch künftig eine gute Zusammenarbeit."
Marcus Völpel, Sachgebietsleiter des Sachgebietes Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst beim Landkreis OPR, betont: "Die Bürgerinnen und Bürger müssen und können sich auf uns in Krisenlagen verlassen. Voraussetzung dafür sind bestmögliche Arbeits- und Übungsbedingungen für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte, ob von Feuerwehr oder DRK. Dies hat auch viel mit Respekt und Anerkennung der geleisteten Arbeit zu tun. Dieser Tag ist ein kleiner, aber wichtiger Schritt nach vorne für den Krisen- und Katastrophenschutz in unserem Landkreis."
Dass sich die DRK-Einsatzkräfte aus Kyritz auf ihrem Spezialgebiet, der Betreuung und Verpflegung, besonders gut auskennen und ihr Handwerk verstehen, wurde am Ende des Tages unter Beweis gestellt. Bei leckeren Spezialitäten vom Grill und dem ein oder anderen Kaltgetränk konnte in kameradschaftlicher Runde der Einzug ins neue Zuhause im kleineren Rahmen angemessen gefeiert werden.