Suche nach Atommüllendlager: Zwei Teilgebiete in OPR werden weiter geprüft
Dabei handelt es sich laut BGE um die Teilgebiete "Netzeband" und "Zechlin". Beide Gebiete sind auf der interaktiven Karte der BGE ("Endlagersuche Navigator") türkis eingefärbt. Das bedeutet, dass die Gebiete innerhalb des Prüfverfahrens noch in Bearbeitung sind. Die Arbeiten der BGE konzentrieren sich in weiteren Prüfschritten darauf, die bundesweit 90 Teilgebiete, die im ersten Prüfschritt als "vielversprechend" identifiziert wurden, deutlich einzuengen. Das wichtigste Werkzeug für diese Einengung sind Sicherheitsuntersuchungen auf Basis existierender geologischer Daten und Geodaten.
Bis Ende 2027 soll der so genannte "Standortregionen-Vorschlag" der BGE erfolgen. Darin wird die Bundesgesellschaft etwa fünf bis zehn Regionen in Deutschland vorschlagen, die im Vergleich zu anderen Regionen in dem wissenschaftsbasierten Prüfverfahren am besten abgeschnitten haben und die besten Bedingungen für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle bieten. Untersucht werden Regionen mit Untergründen aus Kristallin, Salz und Ton. Diese haben nach Einschätzung der Fachleute gute Eigenschaften, um unter anderem radioaktive Strahlung zurückzuhalten.
Die vorgeschlagenen Flächen werden zunächst vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) geprüft, danach erfolgt eine Empfehlung an das Bundesumweltministerium. Die Festlegung der infrage kommenden Standortregionen für ein Atommüllendlager trifft der Bundestag. Diese Standortregionen werden im weiteren Verlauf des Verfahrens detailliert erkundet. Bis zum Jahr 2050 – so die Planung – soll der Standort des Endlagers feststehen.
In Deutschland sind die letzten Atomkraftwerke 2023 abgeschaltet worden. Übriggeblieben sind aber rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiver Atommüll aus sechs Jahrzehnten Kraftwerksbetrieb. Derzeit lagert der Abfall in 16 oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern.
Weitere Informationen zur Endlagersuche auf der Webseite der BGE