LAG OPR: Mehr als 2,1 Mio. Euro für sieben Projekte in Ostprignitz-Ruppin
Ende vergangenen Monats tagte der Vorstand der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Ostprignitz-Ruppin, um über die Förderung aus dem LEADER-Budget zu entscheiden. Alle sieben eingereichten Projekte konnten überzeugen. Insgesamt fließen damit mehr als 2,1 Millionen Euro EU-Fördermittel in Projekte in Wusterhausen/Dosse, Walsleben, Banzendorf und Rheinsberg.
Den ersten Platz im Ranking der ausgewählten Vorhaben belegte das Projekt zur Neugestaltung des Volksgartens in Wusterhausen/Dosse. Mit Unterstützung europäischer Fördermittel entsteht dort ein naturnaher, generationsübergreifender Begegnungsort. Geplant sind eine Neuordnung der Wegeführung, barrierefreie Zugänge sowie vielfältige Aufenthalts-, Spiel- und Bewegungsangebote. Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählen Spielmöglichkeiten für Kinder, Freizeitangebote für Jugendliche, Sitzbereiche mit Seeblick sowie eine neue Slipanlage. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung junger Menschen: Im Rahmen einer Kinder- und Jugendbeteiligung wurden konkrete Wünsche für die Gestaltung des Spielplatzes erarbeitet. So können beispielsweise die gewünschten Bodentrampoline dank der LEADER-Förderung realisiert werden.
Neben dem Volksgarten wurden weitere Projekte vom Vorstand der LAG für eine Förderung ausgewählt. In Wusterhausen/Dosse erhält das Gemeindehaus "Kaland" eine umfassende Hüllensanierung. Ebenfalls positiv beschieden wurde das vereinseigene Projekt der LAG zur Stärkung von Kunst und Kultur in den Dörfern der Region, das in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll.
In Walsleben im Amt Temnitz wird die Grundschule energetisch saniert. Zudem wird die ehemalige Hausmeisterwohnung zu einem Aufenthalts- und Begegnungsort für Schülerinnen und Schüler sowie lokale Gruppen umgestaltet.
Gleich zwei Projekte werden im Lindower Ortsteil Banzendorf realisiert. Ein derzeit leerstehendes Gebäude wird saniert und künftig für Workshops sowie sogenannte "Residencies" genutzt. Ergänzend dazu begleitet ein weiteres Projekt die Umgestaltung durch verschiedene Workshops. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie mit kreativen Ansätzen und vergleichsweise geringen Mitteln große Wirkung erzielt werden kann.
Auch in Rheinsberg wird ein bedeutendes Vorhaben umgesetzt: Das Haus der Stadtgeschichte erhält eine umfassende Gebäudesanierung. Mit LEADER-Mitteln werden die Innenräume modernisiert und unter anderem ein Aufzug eingebaut.
"Nach dem Förderaufruf ist vor dem Förderaufruf", erklärt Regionalmanagerin Maike Herbst vom BÜRO BLAU. Für den Herbst 2026 – voraussichtlich Mitte Oktober – ist der nächste und vermutlich letzte Förderaufruf der aktuellen Förderperiode vorgesehen.
Wie es ab 2028 mit dem LEADER-Programm weitergeht, ist derzeit noch offen. Vor diesem Hintergrund wird interessierten Projektträger:innen empfohlen, ihre Vorhaben frühzeitig vorzubereiten und zum kommenden Aufruf einzureichen. "Interessierte können sich schon jetzt gerne an uns wenden. Wir beraten umfassend zu Fördermöglichkeiten und Antragsverfahren", so Maike Herbst. Förderanfragen können per E-Mail an opr@bueroblau.de oder telefonisch unter 030 / 63 960 37-17 an Maike Herbst gerichtet werden.