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Liebhaber des besonderen Films sollten sich Sonntag, den 14. November 2021, 17 Uhr vormerken. Im Rahmen der Ausstellung „Geheimnisse der alten Truhe“ laden die Kreismuseen Alte Bischofsburg, gemeinsam mit dem Kino Astoria und dem Verein
DosseKultur, zur Vorführung des Films „Der Golem wie er in die Welt kam“ ins Kino Astoria in Wittstock/Dosse. Wie bei Stummfilmen üblich, wird auch diese Vorführung von Live-Musik begleitet.

Der 1920 gedrehte Stummfilm zählt zu den bedeutendsten Schöpfungen und zu den erfolgreichsten Filmen jener Zeit. Basierend auf der alten Legende des Golems, einer zum Leben erweckten Lehmfigur im Prag des 16. Jahrhunderts, inszenierte Paul Wegener (1874 – 1948) den Film in einer Mischung aus fantastischen Kostümen und einem expressionistischen Bühnenbild. Er selbst spielte den Golem und schuf so den Prototyp des modernen Horror- und Monsterfilms, der die Filmgeschichte maßgeblich geprägt hat: Frankenstein, der Hulk und selbst ein Terminator wären ohne dieses Meisterwerk wohl nicht denkbar.

Die Einführung in den Film übernimmt mit Friedemann Beyer ein ausgewiesener Experte zur deutschen Filmgeschichte.

Warum dieser Film? Friedrich Wilhelm Wegener, Kaufmann und Tuchfabrikant in Wittstock, war nicht nur vielseitig interessiert. Durch kluges Agieren erwarb er auch ein solides Vermögen. Als er 1886 starb, hinterließ er elf Kinder, die das Erwachsenenalter erreicht hatten. Von seinen vielen Enkelkindern erlangte eines weltweite Bekanntheit durch die Begründung der Kontinentalverschiebungstheorie: Alfred Wegener. Seinen Cousin Paul Wegener zog es auf die Bühne. Seit dem frühen 19. Jahrhundert verfügte die Familie Wegener zudem über ein Familienstipendium, das die Ausbildung der männlichen Nachkommen der Familie finanziell stützte. Auch Paul Wegener kam zunächst in den Genuss dieses Stipendiums. Er nutzte die Chance und wurde Stummfilm- und Theaterschauspieler und führte außerdem oft selbst Regie. Bis zu seinem Tod 1948 gehörte er zu den bekanntesten Schauspielern im deutschen Sprachraum.

Der Eintritt ist frei, es wird aber um eine Spende gebeten.

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