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Jährlich gedenken wir der Opfer der November-Pogromnacht und der pervertierten weiteren Steigerung der systematischen Verfolgung der Juden, die im Völkermord an mehr als 6 Millionen Juden gipfelte. Grundlage für die grausamen und widerwärtigen Taten der Nationalsozialisten war Antisemitismus.

Etwas, was es auch heute in den unterschiedlichsten Gruppierungen, Religionsgemeinschaften und Schichten leider immer noch gibt; Diskriminierung aufgrund der Tatsache, der jüdischen Glaubensrichtung anzugehören. Dies ist weder zu verharmlosen, noch zu ignorieren und man darf es nie unwidersprochen lassen.

Gerade bei Diskussionen in Foren in sozialen Medien über den Impfstatus von Personen und deren Einschränkungen bzw. Freiheiten wird im Zusammenhang mit der pandemischen Lage diskutiert und derzeit von vielen Impfgegnern immer häufiger der Vergleich zum Holocaust gezogen. Das gibt nicht nur Anlass zu großer Besorgnis, sondern dem ist auch vehement immer und überall deutlich zu widersprechen, um einer Verharmlosung und Gleichsetzung mit den schrecklichen Gräueltaten der Nationalsozialisten vorzubeugen. Weder das Tragen des Davidsterns zur Kennzeichnung als vermeintlich Verfolgte noch etwaige Vergleiche dürfen geduldet werden. Sie schänden die Opfer. Gleiches gilt für antisemitische Äußerungen auf Demonstrationen, in Fußballstadien und auf religiösen Veranstaltungen.

Gerade auch aktuelle Ereignisse der letzten Zeit zeigen auf, wie wichtig es ist, dass die Pogrome der Nationalsozialisten nicht in Vergessenheit geraten, dass es notwendig ist, Aufklärung zu betreiben. Antisemitismus, Diskriminierung und Verharmlosung des Holocaust ist überall, zu jeder Zeit  und  an jedem Ort entschieden entgegenzutreten.

Landrat Ralf Reinhardt & Kreistagsvorsitzende Sigrid Nau

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