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Mobiles Herz-MRT jetzt auch in Neuruppin

Die Ruppiner Kliniken sind Standort für den MRT-Truck. © Landkreis OPR
Die Ruppiner Kliniken sind Standort für den MRT-Truck. © Landkreis OPR

Rund 2,5 Millionen Menschen leiden in Deutschland an einer sogenannten Herzschwäche. In Brandenburg sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders viele Menschen daran erkrankt. Die Magnetresonanztomografie (MRT) ermöglicht eine frühzeitige Erkennung dieser gefährlichen Volkskrankheit, ist in Flächenländern häufig jedoch nur eingeschränkt verfügbar. Mit dem Projekt „HerzCheck“ werden MRT-Untersuchungen des Herzens auch in ländlichen Regionen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns möglich gemacht: Mithilfe mobiler MRT-Einheiten. Ein solcher MRT-Truck steht ab sofort auch an den Ruppiner Kliniken in Neuruppin.

„Projekte, die der Früherkennung dienen und hochwertige Medizintechnik sowie spezielles Know-How vor Ort zur Verfügung stellen, leisten einen wertvollen Beitrag, die Menschen in unserem Landkreis vorbeugend medizinisch zu betreuen, um auch im höheren Alter gesund zu bleiben", nutzte Landrat Ralf Reinhardt jüngst die Gelegenheit anlässlich der Eröffnung des neuen „HerzCheck“-Standortes, den Projektpartnern für ihr Engagement in der Region zu danken. Denn das Ziel des Projektes „HerzCheck“ ist es, eine Herzinsuffizienz bei Risikopatient:innen frühzeitig zu erkennen und so deren Prognose und Lebensqualität zu verbessern. Zudem können hohe Folgekosten einer erst spät diagnostizierten Herzinsuffizienz deutlich gesenkt oder sogar vermieden werden. Den Betroffenen bleiben belastende Krankenhausaufenthalte erspart.
Medizinisch geschultes Personal führt durch die Untersuchungen. © Landkreis OPR
Medizinisch geschultes Personal führt durch die Untersuchungen. © Landkreis OPR

Im "MRT-Truck" führt geschultes medizintechnisches Personal die MRT-Untersuchung in den mobilen Einheiten sicher und zuverlässig durch. Die Untersuchungsdaten werden dann unter Beachtung aller Datenschutzvorgaben online an das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) übermittelt und dort durch Ärzt:innen des Deutschen Herzzentrums ausgewertet. Auf der Basis des Befundes erhalten die Patient:innen sowie ihre behandelnden Ärzt.innen Empfehlungen für die weitere Therapie. Ein Jahr nach der Erstuntersuchung wird der gesundheitliche Zustand aller Patient:innen mit auffälligem Befund erneut untersucht und der Therapieerfolg wissenschaftlich evaluiert. Auch eine Teilgruppe mit unauffälligem Befund wird als Stichprobe erneut untersucht.

„Das Projekt ermöglicht ein Screening von Risikopatientinnen und -patienten, das bislang nicht durchgeführt wurde“ erklärt Dr. Gunnar Pietzner, Geschäftsführer der Ruppiner Kliniken GmbH. „Damit leistet es einen wesentlichen Beitrag zur Grundlagen- und Versorgungsforschung. Wir freuen uns daher sehr, als Kooperationspartner dabei zu sein.“ Das Projekt unter medizinischer Leitung des Deutschen Herzzentrums Berlin wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit über sieben Millionen Euro gefördert. Konsortialpartner sind die AOK Nordost-die Gesundheitskasse, die medneo Deutschland GmbH als Betreiberin der mobilen MRT-Systeme und der IT-Technologie, das Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, die Universitätsmedizin Göttingen, die Universitätsklinik Köln sowie das Universitätsklinikum Heidelberg.

Weitere Informationen unter: www.herzcheck.org

Landrat Ralf Reinhardt (links) dankte bei der Einweihung den Projektpartnern. © Landkreis OPR
Landrat Ralf Reinhardt (links) dankte bei der Einweihung den Projektpartnern. © Landkreis OPR

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