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Aktionsbündnis "Neuruppin bleibt bunt" setzt Zeichen

Julika Schön und Marec von Lehe von den Ruppiner Kliniken. © Landkreis OPR
Julika Schön und Marec von Lehe von den Ruppiner Kliniken. © Landkreis OPR

„Eigentlich bin ich ja ein echt cooler Typ, aber in solchen Momenten werde ich sehr emotional.“ Mit diesen und weiteren bewegenden Worten hat Marec von Lehe, ärztlicher Direktor der Ruppiner Kliniken, am Freitagabend bei einer Solidaritätskundgebung für Ärzte und Pflegekräfte auf dem Neuruppiner Schulplatz die augenblickliche Situation aus seiner Sicht in der Pandemiezeit vor Augen geführt. Das Personal in den Kliniken arbeite am Limit, die Ausnahmesituation im Zusammenhang mit zu behandelnden Corona-Patienten sei nur schwer zu ertragen, so der Mediziner. Dabei appellierte von Lehe insbesondere an die Verantwortung jedes Einzelnen. Bei der Impfung gegen das Coronavirus gehe es nicht nur um den Schutz von einem selbst, man schütze auch andere Menschen. Seine Kollegin, die Chefärztin Julika Schön, sprach ebenfalls von sehr bedrückenden Momenten im Krankenhaus-Alltag. Ärzte müssten wegen der angespannten Corona-Lage immer wieder Operationen verschieben, etwa bei an Krebs leidenden Patienten. „Das ist schwer zu verkraften“, schilderte die Anästhesistin.

Aufgerufen zu der Solidaritätskundgebung hatte kurzfristig das Aktionsbündnis „Neuruppin bleibt bunt“, ein 2007 gegründeter Zusammenschluss von Vertretern aus Wirtschaft, Vereinen, Kirchen, Politik, Verwaltung sowie Einzelpersonen, um sich gemeinsam gegen Rechtsextremismus und für Toleranz in Neuruppin einzusetzen.

Neuruppins Bürgermeister Nico Ruhle wirbt für offenen Dialog © Landkreis OPR
Neuruppins Bürgermeister Nico Ruhle wirbt für offenen Dialog © Landkreis OPR

Vor den rund 150 Besucherinnen und Besuchern auf dem Schulplatz würdigte Vizelandrat Werner Nüse die große Impfbereitschaft der Menschen in Ostprignitz-Ruppin und die Einsatzbereitschaft der vielen Freiwilligen, die die Impfaktionen des Landkreises unterstützten. Zugleich dankte er insbesondere den Ärzten und dem Pflegepersonal, die physisch, aber auch psychisch Außerordentliches leisteten. Neuruppins Bürgermeister Nico Ruhle warb in seiner Rede für den offenen Dialog und den gemeinsamen Kampf gegen das Virus. Man dürfe sich nicht durch Ängste verunsichern lassen, sondern sollte dem Rat der Ärzte und Wissenschaftler vertrauen, so Ruhle.

Vizelandrat Werner Nüse spricht auf der Solidaritätskundgebung © Landkreis OPR
Vizelandrat Werner Nüse spricht auf der Solidaritätskundgebung © Landkreis OPR

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