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Wo braucht man neue Straßen? Fehlen Spielplätze oder Pflegeheime? Müssen Wahlkreise neu eingeteilt werden? Für eine verlässliche Beantwortung solcher und ähnlicher Fragen in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft wird turnusgemäß alle 10 Jahre eine EU-weite Erhebung in der Bevölkerung durchgeführt. Seit September 2021 ist in Wittstock die Erhebungsstelle für den Zensus 2022 im Landkreis Ostprignitz-Ruppin dafür im Aufbau. Dort werden bis Anfang 2023 sieben Beschäftigte in einem datenschutzrechtlich abgesicherten Bereich arbeiten. Leiterin Kerstin Brendler und ihre Stellvertreterin Ines Göske sind mit der Vorbereitung und der Projektarbeit zur Durchführung des Zensus 2022 befasst.

Der Zensus wurde coronabedingt bereits um ein Jahr verschoben. Mit Hilfe des Zensus werden die amtlichen Einwohnerzahlen von Bund, Ländern und Kommunen einheitlich und vergleichbar erfasst bzw. aktualisiert. Es werden z.B. Daten zur Erwerbstätigkeit, Alter, Bildung und Nationalität ermittelt. Zusätzlich werden Gebäude und Wohnungen gezählt. Über die gewonnenen Erkenntnisse zu Anzahl und Struktur können später zielgerichteter Investitionen geplant werden. Die Ergebnisse des Zensus sind eine wichtige Entscheidungsgrundlage für die Stadtentwicklung, für Verkehrs- und Sozialpläne sowie für Wohnungsmarktbedarfe.

Für die Bevölkerungszählung werden vor allem Daten aus Verwaltungsregistern verwendet, sodass lediglich 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung direkt Auskunft geben müssen. Hierbei werden von Mai bis August 2022 allein in Ostprignitz-Ruppin knapp 15.000 Personen aus rund 5.200 Haushalten zu verschiedenen Daten befragt werden. Die Auslosung der Haushalte erfolgt nach dem Zufallsprinzip. Wer gezogen wird, ist allerdings zur Teilnahme verpflichtet.

Die Erhebungsstelle Zensus 2022 in Ostprignitz-Ruppin ist auf die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürgern bei den Befragungen angewiesen. Ab sofort werden Interviewer und Interviewerinnen, so genannte Erhebungsbeauftragte, gesucht, die nach einer Schulung die ausgelosten Haushalte befragen werden. Etwa 130 Interviewer:innen werden für den Zeitraum von Mai bis August 2022 benötigt. Diese Tätigkeit ist ehrenamtlich, allerdings gibt es eine Aufwandsentschädigung von ca. 800 bis 1.000 Euro für die Befragungen pro sogenannten Erhebungsbezirk, abhängig vom Aufwand und Anzahl der Befragten.

Das Team der Erhebungsstelle Zensus 2022 steht für weitere Informationen sowohl zum Zensus 2022 als auch zur Mitarbeit als Erhebungsbeauftragte/r telefonisch (03394 / 465 540) oder per Mail zensus2022@opr.de gerne zur Verfügung. Allgemeine

Informationen finden sich außerdem auf der Website www.zensus2022.de

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