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Liebe Bürgerinnen und Bürger,

es ist Zeit auf ein Jahr zurückzublicken, welches mit viel Leid in unserem Landkreis begann, aber auch Hoffnung aufkommen ließ. Starteten wir das Jahr 2021 noch mit einer vergleichbar hohen Sieben-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit dem Coronavirus, so gelang es im Zuge der Maßnahmen des zweiten Lockdowns, vor allem aber Dank der Möglichkeit der Impfung, die Inzidenz ab Februar deutlich zu reduzieren und lange Zeit konstant niedrig zu halten.

Bereits 2020 wurden, schneller als erwartet, Impfstoffe gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 zugelassen. Die ersten Mitarbeitenden in den Kliniken des Landkreises wurden geimpft, danach folgten die Bewohner:innen der zahlreichen Pflegeeinrichtungen und das Pflegepersonal. Nach anfänglicher Knappheit des Impfstoffes nahmen die Impfungen in diesem Bereich schnell an Fahrt auf und konnten größtenteils noch im Februar abgeschlossen werden. Gleich danach begannen dann auch endlich die Impfungen der noch zu Hause lebenden über 80-Jährigen zunächst im Impfzentrum in Kyritz. Die Arbeit des Impfzentrums, flankiert durch ein breites mobiles Angebot mit dem Impfbus des Landkreises und den nach und nach auch in den Arztpraxen durchgeführten Impfungen, führte in Abhängigkeit des zur Verfügung stehenden Impfstoffes zu einem deutlich höheren Impftempo. Zum Ende des Sommers konnten die meisten Impfwilligen über 18 Jahre bereits vollständig geimpft werden.

Der Kreistag hat die Übernahme des Impfzentrums durch den Landkreis im August unterstützt und den Grundsatzbeschluss zur Impfstrategie in Ostprignitz-Ruppin mit großer Mehrheit gefasst.

Die Vorsitzende des Kreistages von Ostprignitz-Ruppin, Sigrid Nau. © Landkreis OPR
Die Vorsitzende des Kreistages von Ostprignitz-Ruppin, Sigrid Nau. © Landkreis OPR

Auch nach der durch den Bund gewollten Schließung des Impfzentrums, kommt der Landkreis weiterhin seiner Verantwortung für die Menschen der Region nach und hält ein dezentrales und regelmäßiges Impfangebot in den Städten Wittstock/Dosse, Kyritz und Neuruppin aufrecht. Dies ermöglichte entsprechend der steigenden Impfnachfrage, insbesondere nach den so wichtig gewordenen Booster-Impfungen, die Angebote schnellstmöglich wieder hoch zu fahren und entsprechend der Situation anzupassen. Auch der Impfbus fährt wieder. Ostprignitz-Ruppin gehört deshalb zu den Landkreisen in Brandenburg mit den höchsten Impfquoten in fast allen Altersgruppen über zwölf Jahren. An dieser Stelle möchten wir unseren Dank aussprechen, dass so viele von Ihnen bereitwillig die Arme für den so wichtigen Piks hingehalten haben. Darauf müssen wir aufbauen, hier geht noch mehr! Wir möchten Sie deshalb eindringlich darum bitten, die Impfangebote des Landkreises oder auch die Ihrer Hausärzt:innen weiter zu nutzen. Auch über die Feiertage wird es Impfangebote geben. Dies gilt für Erst-, Zweit- und Drittimpfungen gleichermaßen. Schützen Sie sich und vor allem auch Ihre Mitmenschen. Nur so können wir die Pandemie gemeinsam überwinden. Corona ist keine Grippe. Und die schwerwiegenden Folgen einer Corona-Erkrankung überwiegen bei weitem das geringe Risiko von Nebenwirkungen eines Impfstoffs.

Corona stand unbestritten im Mittelpunkt dieses Jahres, in fast allen Lebensbereichen. Es gab aber noch andere wichtige Themen, mit denen sich der Kreistag von Ostprignitz-Ruppin in diesem Jahr beschäftigt hat. So stand etwa die klimafreundliche Mobilität im Fokus: Das Bus- und Bahnfahren für Schüler:innen ist mit dem Beschluss zur neuen Schülerbeförderungssatzung weiterhin kostenfrei. Jede Schüler:in mit Wohnsitz im Landkreis kann den öffentlichen Personennahverkehr für den Weg zur Schule sowie in der Freizeit kostenfrei nutzen. Außerdem wurde für 2022 und Folgejahre ein neuer Nahverkehrsplan für den Landkreis Ostprignitz-Ruppin beschlossen. Dieser soll perspektivisch zu einer deutlichen Verbesserung des ÖPNV führen. Der Kreistag hat zudem im Rahmen des Haushaltsbeschlusses zusätzliche 500.000 Euro für Investitionen in neue Fahrzeuge der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) bereitgestellt. Ein weiterer Baustein mit Blick auf mehr Klimaschutz ist der Beschluss des Kreistages zur Antragsstellung auf Förderung der Entwicklung eines Radwegekonzeptes für den Landkreis im kommenden Jahr. Ein Thema, das viele Menschen interessiert. Dies konnte man an der regen Beteiligung an der Radwege-Umfrage, aber auch an verschiedenen Unterschriftensammlungen und Kundgebungen für mehr Radwege im Landkreis ablesen.

Im Frühsommer brachte der der Kreistag ein Sonderprogramm zur Unterstützung der Sportvereine, um mögliche Mehrkosten und Beitragsausfälle aufgrund der Pandemie für diese abzumildern, auf den Weg. Die Gelder wurden schnell und unbürokratisch zur Auszahlung gebracht. Im Dezember wurde der Kreishaushalt, diesmal im ersten Anlauf, beschlossen. Dieser beinhaltet unter anderen mehr als 15 Millionen Euro an Investitionen in Schulen, Gebäude und Straßen in Ostprignitz-Ruppin. Auch in den Breitbandausbau wird weiter für die digitale Zukunft investiert. Das sind Investitionen in einer Größenordnung, die noch vor zehn Jahren undenkbar erschien, als der Landkreis mit fast 48 Millionen Euro hoch verschuldet war.

Landrat Ralf Reinhardt © Landkreis OPR
Landrat Ralf Reinhardt © Landkreis OPR

Aber was zählt alles Geld, wenn wir um unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen in diesen unruhigen Zeiten bangen müssen?! Corona, und damit kehren wir zum eigentlich beherrschenden Thema in diesem Jahr zurück, stellt nach wie vor alle Menschen vor große Herausforderungen, beruflich und privat. In diesem Zusammenhang möchten wir den vielen Menschen danken, die in Ostprignitz-Ruppin mit dazu beitragen, die Krise gemeinsam zu meistern. Allen voran den medizinischen Pflegekräften und den Ärzt:innen, die um jedes Leben kämpfen und am Limit arbeiten, ebenso den Mitarbeiter:innen in den Pflegeeinrichtungen, aber auch im Gesundheitsamt. Nicht zu vergessen sind die Lehrer:innen, die Erzieher:innen sowie auch die Kassierer:innen, die die tägliche Versorgung mit Lebensmitteln in jedem Lockdown gesichert haben. Unser Dank geht auch an die Mitarbeiter:innen in den Arztpraxen, die trotz eigener großer privater Herausforderungen immer für die Patient:innen da waren, an die Bundeswehr und auch die überaus engagierten Mitarbeiter:innen des Deutschen Roten Kreuzes, welche die zahlreichen Impfangebote gemeinsam mit und im Auftrag für den Landkreis mit unheimlich vielen engagierten Ärzt:innen durchgeführt haben. Nicht vergessen wollen wir die zahlreichen Mitarbeiter:innen in den Verwaltungen, die flexibel ungewohnte Aufgaben erfüllen und ebenso mit der Krisenbewältigung zu tun haben, wie viele andere Menschen mehr. Danken möchten wir auch den vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen, die trotz immenser Nöte nicht aufgeben, für die Mitarbeiter:innen kämpfen. Gerade die Stabilität und das beispiellose Engagement unserer mittelständischen Wirtschaft tragen mit dazu bei, die Folgen der Krise abzufedern. Ein ganz großes Pfund in Ostprignitz-Ruppin sind unsere zahlreichen Ehrenamtlichen in den Sportvereinen, in den Freiwilligen Feuerwehren, dem THW, den Hilfsorganisationen, in der Kinder-, Jugend-, und Seniorenarbeit, in den Heimat- und Kulturvereinen, in den Chören und Musikgruppen sowie in der Kommunalpolitik. Sie alle helfen dabei mit, in dieser nicht einfachen Zeit das solidarische Miteinander zu bewahren, dort zu unterstützen, wo es notwendig ist, aber auch wichtige und nicht immer einfache Entscheidungen für die Menschen in Ostprignitz-Ruppin treffen. Ein ganz besonderes Dankeschön geht somit auch an all diejenigen, die bereit waren, sich für andere in ihrer freien Zeit trotz der teils großen beruflichen und privaten Belastungen einzusetzen.

Es liegt noch ein weiter Weg vor uns, gerade vor dem Hintergrund neuer möglicher Virusvarianten. Lassen Sie uns diesen Weg gemeinsam und vor allem solidarisch miteinander gehen, damit er zu einem guten Ende führt.

Wir wünschen Ihnen für die nun bevorstehende besinnliche und hoffentlich friedliche Weihnachtszeit alles erdenklich Gute. Genießen Sie die Zeit im Kreise Ihrer Lieben, nutzen Sie den Moment zum Durchatmen und für schöne Dinge und schließen Sie auch andere, denen es vielleicht nicht gut geht, in Ihre Gedanken mit ein. Wir wünschen Ihnen allen schöne Feiertage, eine fröhliche und gesegnete Weihnacht und vor allem ein gesundes Jahr 2022.

Herzlichst,

Sigrid Nau
Vorsitzende des Kreistages Ostprignitz-Ruppin

Ralf Reinhardt
Landrat des Landkreises Ostprignitz-Ruppin

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