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Landrat Ralf Reinhardt hat in einem Schreiben an den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) zur Potenzialuntersuchung hinsichtlich einer möglichen Reaktivierung von Bahnstrecken und Halten im Land Brandenburg Stellung genommen. Die Untersuchung war vom VBB in Auftrag gegeben worden.

Der Landrat merkt zunächst an, dass die Gutachter offenbar keinerlei Kontakt zu den Landkreisen bzw. Kommunen gesucht haben, um auf deren Vorschläge einzugehen. "Jedenfalls war dies in Ostprignitz-Ruppin nicht der Fall. Andernfalls hätten die Vorschläge vertiefender erläutert und aktuelle Entwicklungen auf direktem Wege übermittelt werden können", so Ralf Reinhardt.

Als Beispiel nennt der Landrat die Bahnstrecke zwischen Neuruppin und Neustadt (Dosse). In der Untersuchung sei nur die Strecke in Gänze Gegenstand der Bewertung gewesen. Der ebenfalls aus der Region stammende Vorschlag einer Durchbindung der ab dem Jahr 2026 bis Neuruppin-West verkehrenden RB 55 bis zum Bahnhof Werder bei Neuruppin auf der nicht stillgelegten Infrastruktur sei dagegen nicht betrachtet worden, kritisiert der Landrat.

Im Falle der in der Untersuchung bewerteten Haltepunkte sieht er bereits den Grundansatz, sich nur auf ehemalige Haltepunkte zu beschränken, als verfehlt an. Ralf Reinhardt: "Es muss darum gehen, die Fahrgastpotenziale durch neue Zugangsstellen zum Schienen-Personennahverkehr zu heben. Dabei kann im Einzelfall die beste Zugangsstelle auch diejenige sein, die um 1900 gebaut und zum Ende des 20. Jahrhunderts aufgelassen wurde. In vielen Fällen wird aber durch die Siedlungsentwicklung speziell der letzten 30 Jahre der Standort zu verändern sein bzw. ein gänzlich neuer Standort an der bislang freien Strecke sinnvoll sein. Diese Untersuchung und Bewertung ist vollständig unterblieben."

Hinsichtlich der in der Untersuchung gemachten Bewertung kritisiert der Landrat, dass die dabei herangezogenen Kriterien nicht zuverlässig nachvollzogen werden könnten. So schneide die Strecke Neuruppin-Neustadt (Dosse) bei der Bewertung der Betriebskosten besonders schlecht ab, "ohne dass dies konkret nachvollzogen werden könnte." Diesbezüglich erhoffe er sich eine vertiefende Erläuterung seitens des VBB, erklärt Ralf Reinhardt abschließend.

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