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Die Feuerwehren im Landkreis Ostprignitz-Ruppin trotzen der Corona-Pandemie und haben im vergangenen Jahr ihre Einsatzfähigkeit unter Beweis gestellt. Zu diesem Ergebnis kommt Kreisbrandmeister Olaf Lehmann bei seinem Blick auf die Feuerwehrstatistik für das vergangene Jahr. Danach gab es 1.238 Einsätze für die zehn Wehren im Landkreis, darunter sechs Großbrände. 128 Menschen konnten – ob bei Bränden oder Unfällen – von den Kameradinnen und Kameraden gerettet werden, 30 Menschen kamen ums Leben. Im Jahr 2020 waren die Feuerwehren zu insgesamt 1.116 Einsätzen gerufen worden. „Die Einsatzfähigkeit der Feuerwehren konnte auch im zweiten Corona-Jahr gesichert werden. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die äußerst hohe Impfbereitschaft der Kameradinnen und Kameraden“, erklärt Olaf Lehmann. 90 Prozent aller Feuerwehrleute sind geimpft. Der Kreisbrandmeister widerspricht damit auch Falschmeldungen, wonach Einsatzkräfte bei einem Notfall erst noch auf eine Corona-Infektion getestet werden müssen. Richtig sei, dass auch bei Feuerwehreinsätzen die Hygieneregeln eingehalten werden müssen und deshalb in manchen Fahrzeugen weniger Leute sitzen, um etwa die Abstände einzuhalten. Dies werde durch mehr Fahrzeuge ausgeglichen, die dann zu einem Notfall unterwegs sind, so Olaf Lehmann.

Ein großes Lob gibt es auch für das freiwillige Engagement von Kameradinnen und Kameraden bei den verschiedenen Impfaktionen. „Das zeigt auch, wie vielseitig wir bei den Wehren im Landkreis aufgestellt sind und dort anpacken, wo unsere Hilfe gebraucht wird“, betonte der Kreisbrandmeister. Ebenso positiv fällt die Bilanz bei der Entwicklung der Mitgliederzahlen bei den freiwilligen Feuerwehren im Landkreis aus. Bis Ende 2021 gab es insgesamt 1.725 Feuerwehrleute – das sind nur 13 Frauen und Männer weniger als im Jahr davor. Einen Zuwachs verzeichneten dafür die Wehren in Neuruppin (plus 10), Kyritz (plus 7) sowie Lindow (plus 4). Olaf Lehmann: „Unser Blick richtet sich weiter nach vorne und damit auf das wichtige Thema der Nachwuchsarbeit, um unsere Einsatzbereitschaft auch in Zukunft sicherzustellen.“ Um junge Menschen für die Arbeit bei den Feuerwehren zu begeistern, soll gemeinsam mit den Schulen ein Wahlpflichtfach „Feuerwehr“ möglichst schon ab dem kommenden Schuljahr ins Leben gerufen werden. Ein Projekt des Kreisfeuerwehrverbandes, das auch die volle Unterstützung von Landrat Ralf Reinhardt findet: „Für die Schulen wäre ein solches Fach ein echter Gewinn, mit dem auch ein Stück Heimatverbundenheit hergestellt werden kann. Die freiwilligen Feuerwehren sind unverzichtbar für unser Gemeinwesen und gerade deshalb liegt uns allen eine gelungene Nachwuchsarbeit besonders am Herzen“, erklärt der Landrat.

Kreisbrandmeister Olaf Lehmann © Landkreis OPR
Kreisbrandmeister Olaf Lehmann © Landkreis OPR
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