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Das Infrastrukturministerium von Mecklenburg-Vorpommern hat jetzt auf einen gemeinsamen Brief der Landkreise Ostprignitz-Ruppin und Prignitz aus dem Dezember des vergangenen Jahres reagiert, in dem sich die Landräte der beiden Landkreise für eine Rückkehr des Personennahverkehrs auf der Bahnstrecke von Neustadt (Dosse) über Meyenburg und Karow bis nach Güstrow einsetzen. Die Strecke als klimaschonende Transportvariante habe für die Region viel zu bieten, wenn sie denn auch in Mecklenburg-Vorpommern als nutzbare Verbindung im öffentlichen Personennahverkehr zur Verfügung stünde, so Ralf Reinhardt und Torsten Uhe in dem an Ministerpräsidentin Schwesig gerichteten Schreiben.

Das Ministerium äußert in seiner Antwort u.a. Zweifel daran, dass es aktuell für den täglichen Betrieb einer solchen Eisenbahnverbindung zwischen der Region Prignitz und dem Süden Mecklenburgs eine ausreichende Nachfrage gebe. Man wolle aber zunächst die Ergebnisse eines Gutachtens im Jahr 2024 abwarten. Frühestens Ende 2028 sei dann - je nach Ergebnis des Gutachtens - ein Zusammenschluss der Eisenbahn-Teilnetze zwischen der Region Prignitz und Südmecklenburg möglich.

Der Landrat von Ostprignitz-Ruppin, Ralf Reinhardt, und der Erste Beigeordnete des Landkreises Prignitz, Christian Müller, haben sich in einer gemeinsamen Stellungnahme enttäuscht zur Zurückhaltung des nördlichen Nachbarbundeslandes in dieser Frage geäußert:

"Der Fortbestand des Zugverkehrs nördlich von Kyritz bleibt weiter gefährdet, wenn es nicht gemeinsam gelingt, die Verkehrsachse Neustadt-Güstrow mit dem Karower Kreuz im Regelbetrieb und damit auch die Infrastruktur entsprechend zu nutzen. Nur mit mehr Verkehr auf der Schiene kann ein Zeichen für die notwendige Verkehrswende, für mehr Klimaschutz und die Mobilität im ländlichen Raum gesetzt werden. Ansonsten wird es nicht gelingen, die Schieneninfrastruktur zu finanzieren und damit auch zu erhalten. Dafür sind regelmäßige Verkehre, wie von uns vorgeschlagen, notwendig. Sporadische Zugverkehre an wenigen Wochenenden im Sommer in Südmecklenburg reichen dazu leider nicht aus."

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