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Seit 2019 werden im Landkreis Ostprignitz-Ruppin in großem Umfang touristische Radwege modernisiert. Insgesamt 14 Modernisierungsprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 5,6 Millionen Euro umfasst die noch laufende Maßnahme, die zu 90 Prozent vom Land Brandenburg gefördert wird. Die übrigen 10 Prozent teilen sich der Landkreis und die jeweils beteiligten Kommunen. Alle im Rahmen der Fördermaßnahme modernisierten Radwege sind dabei Teil der Radrouten „Historische Stadtkerne 1-3“.

Die Verbindung von Dorf Zechlin/Kagar über Linow bis nach Rheinsberg ist mit 7,9 Kilometern einer der längsten Radwegabschnitte, der bis jetzt modernisiert wurde. Eine Besonderheit stellt die teils exponierte Lage dar, die auch die beteiligten Baufirmen vor technische Herausforderungen stellte und die Fertigstellung verzögerte, da der Radweg auf einer ehemaligen und für Baumaschinen nicht immer einfach zugänglichen Eisenbahntrasse verläuft, auf der bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs noch Züge zwischen Rheinsberg und Flecken Zechlin verkehrten.

Zwar kann der modernisierte Radweg bereits seit einigen Wochen und nach halbjähriger Bauzeit wieder von Fahrradfahrer:innen genutzt werden, aber auch bedingt durch die Corona-Pandemie und das Winterwetter musste die offizielle Freigabe nach der Fertigstellung im Dezember 2021 verschoben werden. Die Freigabe wurde nun bei bestem Frühlingswetter in Anwesenheit von Landrat Ralf Reinhardt, Vize-Landrat Werner Nüse, Rheinsbergs Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow sowie Vertretern der Unternehmen, Prignitzer Asphalt GmbH & Co.KG aus Heiligengrabe/Liebenthal und der Ingenieurgesellschaft Frankfurt (Oder), unmittelbar am Radweg in Linow nachgeholt. Landrat Reinhardt dankte dabei insbesondere den an der Baumaßnahme beteiligten Firmen: "Das war eine immer gute und vor allem geräuschlose Zusammenarbeit. Der jetzt modernisierte Radweg ist ein wichtiger Beitrag für die Tourismuswirtschaft in unserer Region, aber auch für viele Einheimische, die diese Strecke regelmäßig nutzen."

Vor der Fertigstellung dieses Radwegabschnitts konnten bereits andere Radwege im Raum Rheinsberg im Laufe des Jahres 2021 „generalüberholt“ und durch das Einbringen von Wurzelsperren für die Zukunft fit gemacht werden, wie die Strecken von Dorf Zechlin bis Flecken-Zechlin, von Zippelsförde bis Rheinshagen sowie von Zechow nach Rheinsberg. Damit konnten insgesamt 31,8 Radweg-Kilometer im Rahmen der Förderung modernisiert werden. Im Laufe dieses Jahres sollen noch insgesamt etwa sieben Kilometer Radweg hinzukommen: Auf der Liste der zu modernisierenden Strecken stehen der Radweg von der Ortslage Heiligengrabe zum Bahnhof, der Weg vom vom Abzweig Gemeindestraße Werder bis nach Kränzlin, in Fretzdorf die Verbindung bis zum Bahnseitenweg mit dem Neubau einer Brücke, außerdem der Bahnseitenweg aus Richtung Katerbow bis zum Bahnhof Walsleben.

Neben der Modernisierung touristischer Radwege spielt für den Landkreis aber auch der Alltags- und Freizeitradverkehr eine wichtige Rolle, denn viele Pendler:innen nutzen zunehmend das Fahrrad. Vor diesem Hintergrund hat der Kreistag für dieses Jahr die Erarbeitung eines Radverkehrskonzepts für den Landkreis beschlossen, um eine Bestands- und Bedarfsanalyse vorzunehmen. Erklärtes Ziel des Landkreises Ostprignitz-Ruppin ist es, gemeinsam mit den Kommunen den Radverkehr langfristig und nachhaltig zu stärken. Vize-Landrat Werner Nüse: "Auch in unserer Region dominiert leider noch immer die Nutzung des motorisierten Individualverkehrs und trägt mit einem Anteil von 54 Prozent erheblich zu den CO₂-Emissionen im Bereich Verkehr bei. Das muss sich unbedingt ändern, und daran arbeiten wir gemeinsam."

Geschützt durch eine Wurzelsperre: Der modernisierte Radweg bei Linow © Landkreis OPR
Geschützt durch eine Wurzelsperre: Der modernisierte Radweg bei Linow © Landkreis OPR

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