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Die Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin mit ihrem Leiter Jirko Lehmann hat in dieser Woche über die Entwicklung der Kriminalität und des Unfallgeschehens im Landkreis die Öffentlichkeit informiert. 

So wurden im vergangenen Jahr von der Polizei 7.176 Kriminalitätsdelikte erfasst. 2019 waren es 7.651 Fälle gewesen, 2020 wurden 7.145 Fälle registriert. Mit einem Anteil von 27 Prozent an der Gesamtkriminalität hatte es die Polizei im Jahr 2021 am häufigsten mit Diebstählen zu tun, gefolgt von Sachbeschädigungen (14 Prozent). Die Aufklärungsquote lag wie in den vergangenen Jahren bei über 60 Prozent.

Einen Anstieg gab es bei der Gewaltkriminalität zu verzeichnen. Nach 234 Fällen im Jahr 2020 wurden im vergangenen Jahr 263 Gewaltverbrechen erfasst. Zur Gewaltkriminalität zählen u.a. Mord, Totschlag, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung, außerdem Raub und Körperverletzungen. Die Aufklärungsquote stieg von 93,1 auf 95,6 Prozent. Eine Zunahme musste bei Fällen der Häuslichen Gewalt festgestellt werden. 357 Fälle wurden bekannt, 69 mehr als im Jahr 2020.

Weiter rückläufig ist die Entwicklung beim Diebstahl von Kraftfahrzeugen im Landkreis. Wurden im Jahr 2017 im Bereich der Polizeiinspektion Ostprignitz-Ruppin noch 61 Fahrzeuge entwendet, waren es im vergangenen Jahr 34. Deutlich fiel der Rückgang bei Wohnungseinbrüchen aus. Die Zahl der erfassten Einbrüche sank von 121 (2020) auf nunmehr 64 (2021).

Eine weiterhin steigende Tendenz zeigt sich indes bei den Fallzahlen der politisch motivierten Kriminalität: Im vergangenen Jahr wurden 196 Fälle registriert, 2020 waren es 172 gewesen. Dabei handelt es sich überwiegend um Kriminalität, die dem rechten Spektrum zuzuordnen ist. Delikte waren u.a. das Verwenden verbotener Kennzeichen, Volksverhetzung, Sachbeschädigung (etwa an Wahlplakaten), Beleidigungen (z.B. im Internet) sowie Verstöße gegen das Versammlungsgesetz.

Bei der Verkehrsunfallentwickung im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ist ein leichter Anstieg von 1,7 Prozent zu verzeichnen. Nach 3.210 Unfällen im Jahr 2020 wurden im vergangenen Jahr 3.266 Unfälle gezählt. Auch die Zahl der Verletzten stieg von 345 auf 397, sechs Menschen kamen ums Leben. Unfälle auf den Bundesautobahnen wurden in dieser Statistik nicht mitberücksichtigt. Häufigste Unfallursache waren Vorkommnisse in Zusammenhang mit Wild; hier betrugt der Anteil am Gesamtverkehsunfallaufkommen 29,8 Prozent. Bei Verkehrsunfällen mit Personenschaden war dagegen überhöhte Geschwindigkeit erneut die häufigste Ursache. Bei Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern gibt es eine Zunahme: Die Zahl der Fälle stieg auf 191 (2020: 172, 2019: 166 Fälle).

Die aktuellen Zahlen der Kriminal- und Unfallstatistik waren Themen beim diesjährigen Sicherheitsgespräch mit Landrat Ralf Reinhardt © Landkreis OPR
Die aktuellen Zahlen der Kriminal- und Unfallstatistik waren Themen beim diesjährigen Sicherheitsgespräch mit Landrat Ralf Reinhardt © Landkreis OPR
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