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Der am vergangenen Mittwoch in Neuruppin mit medizinischem Gerät und Hilfsgütern gestartete ehemalige Impfbus des Landkreises Ostprignitz-Ruppin hat inzwischen die Ukraine erreicht. Das berichtet der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Ronny Sattelmair, der in engem Kontakt mit Grigorij Koch steht, dem Koordinator des jüngsten Hilfstransports. Koch ist gebürtiger Ukrainer und lebt seit vielen Jahren in Neuruppin. Er hatte zuvor bereits Hilfstransporte in seine Heimat organisiert.

Der Bus, der in der Corona-Pandemie als Impfbus des Landkreises zum Einsatz gekommen ist und zuletzt beim DRK für PCR-Testungen zur Verfügung stand, soll künftig im Bereich von Charkiw im Osten des vom Krieg erschütterten Landes als Sanitätsbus Menschen in Not helfen. Begleitet wird er auf seiner Hilfsmission zur Zeit von weiteren Fahrzeugen, die insgesamt fünf Tonnen an Hilfsgütern aus Ostprignitz-Ruppin an Bord haben. Es handelt sich unter anderem um gespendete Hygiene- und Sanitätsartikel, außerdem werden Lebensmittelkonserven im Wert von 5.000 Euro in die Krisenregion gebracht. Das Geld für die Lebensmittel stammt vom Ukraine-Spendenkonto des Landkreises. Darüber hinaus werden Tragen, Feldbetten, Schutzhelme und Zelte geliefert.

Landrat Ralf Reinhardt: "Die Bilder aus der Ukraine, die uns gerade von Grigorij und seinem Team erreichen, sind erschütternd. Sie zeigen das ganze Ausmaß der Zerstörung und die Notwendigkeit, hier weiter Hilfe zu leisten. Ich bin beeindruckt von dem Mut der Helferinnen und Helfer, die trotz großer Gefahr solche Hilfseinsätze ermöglichen."

In den Tagen vor der Abfahrt des Hilfskonvois war der frühere Impfbus des Landkreises in Neuruppin auf seine neue Mission vorbereitet worden. So hatte das Universitätsklinikum Ruppin-Brandenburg (ukrb) medizinisches Gerät, wie Beatmungsgeräte sowie weiteres Material zur Verfügung gestellt, die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft (ORP) hatte notwendige technische Umbauten vorgenommen. Die Sparkasse Ostprignitz-Ruppin übernahm die Treibstoffkosten für die Fahrzeugüberführung, ebenso wie die Neubeklebung des Busses. Neben dem neuen Slogan ("Wenn´s um die Hilfe geht, sind wir kaum zu bremsen") ist auf dem Dach des Fahrzeugs ein großes Rotes Kreuz angebracht worden. Es soll vor Luftangriffen schützen.

Wenn auch Sie den Menschen in der Ukraine (weiter) helfen möchten, spenden Sie bitte auf das Konto des Landkreises bei der Sparkasse Ostprignitz-Ruppin:

IBAN: DE59 1605 0202 1730 0054 50
BIC: WELADED1OPR

Kennwort „Ukraine“ (notwendige Angabe)

Der frühere Impfbus des Landkreises während der Fahrzeugüberführung bei einem Zwischenhalt in der Region Kiew © Abdulgani Turgut
Der frühere Impfbus des Landkreises während der Fahrzeugüberführung bei einem Zwischenhalt in der Region Kiew © Abdulgani Turgut
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