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Mit heutigem Datum hat der Landkreis Ostprignitz-Ruppin seine Stellungnahme zum Entwurf des Landesnahverkehrsplanes 2023-2027 versendet. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin begrüßt unter anderem darin, dass die Verbindung Neustadt (Dosse) – Neuruppin (West) in das Untersuchungspaket 1 aufgenommen wurde. Er fordert aber auch, dass in dem Zuge eine kurzfristiger umsetzbare Verbindung des Teilabschnittes Neuruppin – Temnitzpark (Bahnhof Werder bei Neuruppin) ab 2027 geprüft werden sollte. Dies gerade auch vor dem Hintergrund der derzeit für den Temnitzpark projektierten 400 neuen Arbeitsplätze.

Begrüßt werden auch die sich aus den Plänen des neuen Landesnahverkehrsplanes 2023-2027 ergebenden Verbesserungen im Zugverkehr durch die Verdichtung zwischen Nauen und Neustadt (Dosse) auf einen 30-Minuten-Takt, sowie die angestrebte Streckenelektrifizierung des Zugverkehres nach Kyritz.

Ausdrücklich nicht akzeptiert wird dafür die Abbestellung der RB 73 auf dem Abschnitt Kyritz- Pritzwalk und der RB 74 im gesamten Verlauf. Dies widerspricht den jahrelangen gemeinsamen Anstrengungen der betreffenden Kommunen und Landkreise, die sich in den kommunalen Unterstützungsgeldern als Bekenntnis der Region zu dieser Verkehrsachse bis heute manifestieren. Zudem sind diese Mittel nach der laufenden Beschlusslage bis 2028 zugesagt.

Landrat Ralf Reinhardt: „Die Bezuschussung dieser für die Landkreise Prignitz und Ostprignitz –Ruppin wichtigen Verbindung durch die Landkreise selbst und die betreffenden Kommunen sollte eine Ausnahme bleiben und kein Dauerzustand werden sondern sie galt vor allem zunächst dem Erhalt dieser Bahnstrecken. Die Zuständigkeit der Finanzierung des SPNV liegt beim Land, welches sich gerade im ländlichen Bereich nicht aus der Verantwortung nehmen darf. Denn gerade in dünn besiedelten Regionen ist Sorge dafür zu tragen, dass weite Wege in zumutbaren Fahrtzeiten überbrückbar sind, wenn es nicht bei einem Lippenbekenntnis für Klimaschutz und gleiche Lebensverhältnisse bleiben soll.“

Die im Entwurf des Landesnahverkehrsplans vorgesehene Kahlschlagpolitik wirft die Region in Bezug auf den länderübergreifenden Verkehr weiter zurück. Die Verkehrswende hingegen erfordert einen attraktiven länderübergreifenden Bahnverkehr für Jedermann. Nur die gemeinsame Betrachtung und Planung überregionaler Verkehrsachsen kann ein robustes und verlässliches Schienensystem im ländlichen Raum gewährleisten. Die Bahnstrecken Hagenow – Ludwigslust – Parchim – Lübz – Karow – Malchow – Waren (“Südbahn”) und Neustadt (Dosse) – Kyritz – Pritzwalk - Meyenburg – Plau am See –  Karow – Krakow am See – Güstrow (“Nord-Südbahn”) bieten dieses Potential.

Der Landkreis fordert daher die umgehende Aufnahme der „Südbahn“ und „Nord-Südbahn“ in die Landesnahverkehrspläne der Länder Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit dem Ziel, eine attraktive Regionalbahn im Stundentakt vorzuhalten.

Selbstverständlich hält der Landkreis auch weiterhin an der Forderung der Einbindung des RE 6 über Tegel nach Berlin fest. Daran haben auch die aktuellen Aussagen des Landes Berlin nichts geändert. Eine Absage der direkten Durchbindung nach Tegel bedeutet nämlich keine Fahrtzeitverkürzung für die Pendler aus Ostprignitz-Ruppin in die Hauptstadt als Pendlerziel Nummer 1.

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