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Einsatz für mehr Biodiversität auf kreiseigenen Flächen

Oliver Nitschke (rechts) und Landrat Ralf Reinhardt mit einem der neuen Schilder. © Landkreis OPR
Oliver Nitschke (rechts) und Landrat Ralf Reinhardt mit einem der neuen Schilder. © Landkreis OPR

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat sich auf die Fahnen geschrieben, dass die kreiseigenen Grünflächen zukünftig möglichst umweltverträglich und im Sinne des Artenschutzes gepflegt werden sollen.

Dazu soll unter anderem auf den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln jeglicher Art verzichtet werden. Außerdem sollen die Grünflächen nur noch ein- bis zweimal im Jahr gemäht werden. Wenn zweimal im Jahr gemäht wird, erfolge die Mahd in der zweiten Junihälfte sowie im Spätsommer, erklärt Oliver Nitschke, zuständiger Sachgebietsleiter für Gebäudebetrieb/ Liegenschaftsverwaltung. Bei nur einer Mahd werde diese im Spätsommer durchgeführt. Gemäht wird rund zehn Zentimeter über dem Boden und das Mahdgut wird möglichst erst eine Woche nach der Mahd aufgenommen. Lediglich in stark frequentierten Bereichen und an Gehwegen sowie Straßenrändern ist eine regelmäßige monatliche Pflege erforderlich. Aktuell laufen zudem Gespräch mit den Leiter:innen der kreiseigenen Schulen, wo ebenfalls die Grünflächenpflege neu aufgestellt werden soll.

Neue Schilder weisen auf die Blühwiesen vor der Kreisverwaltung hin. © Landkreis OPR
Neue Schilder weisen auf die Blühwiesen vor der Kreisverwaltung hin. © Landkreis OPR

Um den ökologischen Fußabdruck der Kreisverwaltung noch weiter zu verbessern, soll außerdem auf den Einsatz von Geräten mit Kraftstoffmotoren möglichst verzichtet und stattdessen Akkugeräte genutzt werden. „Ökonomie und Ökologie lassen sich so gut verbinden“, sagt Landrat Ralf Reinhardt angesichts der in diesem Jahr umgesetzten Änderungen, die in enger Zusammenarbeit zwischen der Unteren Naturschutzbehörde (Bau- und Umweltamt) und dem Sachgebiet Gebäudebetrieb und Liegenschaftsverwaltung (Amt für Bildung und Liegenschaftsverwaltung) abgestimmt wurden.

Laubbläser und -sauger sollen sogar überhaupt nicht mehr zum Einsatz kommen. Stattdessen soll das Laub während der Herbstsaison nur noch auf den Verkehrsflächen aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht beseitigt werden. Erst wenn alle Bäume vollständig entlaubt sind, soll das gesamte Grundstück und somit auch die Grünflächen beräumt werden.

Weil viele Menschen jedoch vor öffentlichen Gebäuden immer noch „gepflegte“ Grünflächen mit kurz gemähtem Rasen erwarten, wurden vor den Gebäuden der Kreisverwaltung jüngst Hinweisschilder auf die natürlich belassenen Flächen aufgestellt, die zu kleinen Insektenparadiesen werden sollen. So ist auf den Schildern eine Biene zu sehen mit dem Hinweis auf eine „Wiese für Insekten“.

Für eine bessere Ökobilanz hatte bereits 2019 der Kreistag von Ostprignitz-Ruppin das sogenannte Blühstreifen-Programm ins Leben gerufen und im Sinne des Klimaschutzes gibt es auf verschiedenen Gebäuden der Kreisverwaltung Solaranlagen.

Der Landrat lässt sich vor der Kreisverwaltung an der Heinrich-Rau-Straße in Neuruppin von Oliver Nitschke (links) die Pläne für die Blühwiesen zeigen. © Landkreis OPR
Der Landrat lässt sich vor der Kreisverwaltung an der Heinrich-Rau-Straße in Neuruppin von Oliver Nitschke (links) die Pläne für die Blühwiesen zeigen. © Landkreis OPR

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