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Die im Entwurf des Landesnahverkehrsplans vorgesehene Abbestellung der Regionalbahnlinien 73 und 74 (Pritzwalk-Kyritz/Neustadt bzw. Pritzwalk-Meyenburg) kann weitreichende Folgen für die Region haben. Darauf machte Landrat Ralf Reinhardt am Dienstag bei einem Termin bei den Holzwerken Bullinger gemeinsam mit Geschäftsführer Andreas Bullinger aufmerksam. Die Holzwerke Bullinger transportieren über die Bahnstrecke Neustadt-Herzberg Holz zu ihrem Standort im Temnitzpark. Wenn der Personenverkehr auf den Linien RB 73 und 74 abbestellt wird, kann dies Folgen auch für den Güterverkehr zwischen Neustadt und Herzberg haben. Der RegioInfra GmbH, die aktuell sowohl auf der Strecke Neustadt-Herzberg als auch auf der Strecke Meyenburg-Pritzwalk die Schieneninfrastruktur zur Verfügung stellt, fehlen dann nämlich rund eine Million Euro Einnahmen aus Trassenentgelten, wodurch auch der Weiterbetrieb von Güterverehr auf anderen Strecken in Gefahr gerät. Darauf machte der RegioInfra-Geschäftsführer Tino Hahn bei dem Termin aufmerksam.

Die Schieneninfrastruktur gerade im ländlichen Raum sei ein hochsensibles System, bei dem Eingriffe bei der Personenbeförderung Wechselwirkung auf den Betrieb von Güterstrecken haben könnten. Diese Abhängigkeiten würden in der Landespolitik aufgrund unterschiedlicher Zuständigkeiten nicht gesehen, sagt Landrat Ralf Reinhardt, „den Domino-Effekt, den die Entscheidung, die RB 73/74 abzubestellen hat, kann man in seiner vollständigen Dimension aktuell nur erahnen.“ Die Firma Bullinger müsste bei einem Wegfall des Schienengüterverkehrs durchschnittlich 1100 LKW im Jahr mehr auf die Straße schicken als dies aktuell der Fall ist.

Landrat Ralf Reinhardt und Andreas Bullinger stehen an den Gleisen, über die die Firma Bullinger beliefert wird. © Landkreis OPR
Landrat Ralf Reinhardt und Andreas Bullinger stehen an den Gleisen, über die die Firma Bullinger beliefert wird. © Landkreis OPR
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