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Landrat Ralf Reinhardt hat gemeinsam mit dem Landrat der Prignitz, Christian Müller, sowie Hans Leister vom Bündnis Schiene Berlin-Brandenburg die Eckpunkte eines Bahnkonzeptes zur Weiterführung der Strecke RB 73/74 von Neustadt (Dosse) über Pritzwalk mit einer Schienenanbindung bis nach Güstrow auf der Landespressekonferenz in Potsdam vorgestellt. Diese könnte perspektivisch bis nach Rostock fortgeführt werden. Eine solche Verbindung könnte zu einer deutlichen Attraktivitätssteigerung des Schienenverkehrs im ländlichen Raum, sowohl in Brandenburg als auch in Mecklenburg Vorpommern, führen. Gleichzeitig würden für die gesamte Region, neben der Direktanbindung, auch gute Anschlüsse zum Fern- und Güterverkehr geschaffen.

Vor dem Hintergrund der vielbeschriebenen Verkehrswende und der aktuellen Klimaschutzdebatte sind der Ausbau und die Attraktivitätssteigerung des Schienenpersonennahverkehrs unabdingbar. Dies gilt auch oder gerade für den ländlichen Bereich, wo weite Strecken zu überbrücken sind. Eine große Rolle spielen zudem die Fahrzeiten bei Verkehrsverbindungen, die durch Busse so nicht abgebildet werden können.

Landrat Ralf Reinhardt und der Prignitzer Landrat Christian Müller fordern gemeinsam:

„Die Strecke RB 73/74 von Neustadt über Kyritz und Pritzwalk nach Meyenburg muss erhalten bleiben. Nur sie garantiert neben dem Prignitz-Express eine schnelle Verbindung in den Norden der Landkreise Prignitz und Ostprignitz Ruppin. Unser Ziel ist es die Attraktivität der Strecke weiter zu steigern, um diese langfristig zu erhalten. Dazu braucht es ein erschwingliches, verlässliches und gut vertaktetes Angebot, auf das Pendler und Gäste dauerhaft vertrauen können und das auch für Gütertransporte unserer Industrieunternehmen Möglichkeiten schafft bzw. erhält.“

„Allen muss bewusst sein, dass die Verkehrswende nicht zum Nulltarif erfolgen kann. Die Wiederbelebung von Bahnlinien im ländlichen Raum kann nur gelingen, wenn über Verknüpfung und Durchbindung relevante Verkehrsbeziehungen über den lokalen Bedarf hinaus geschaffen werden und Synergieeffekte entstehen. Dafür ist auch eine Anhebung des Ausbauzustands der Strecken unabdingbar: Statt heute 50 bis 80 km/h müssen die Strecken Geschwindigkeiten von 80- bis 120 km/h erlauben, um überregionale Verkehrsachsen attraktiv zu machen", sagte Hans Leister vom Bündnis Schiene Berlin-Brandenburg.

Das Bündnis Schiene Berlin-Brandenburg ist ein 2019 gegründeter Zusammenschluss von zahlreichen Institutionen, Verkehrs- und Umweltverbänden, Vertreter:innen aus Wissenschaft und Wirtschaft, Kommunen und unterstützenden Politiker:innen. Es beschäftigt sich vor allem mit den Fragen des Pendelverkehrs zwischen Berlin und Brandenburg, weil dort der größte Handlungsdruck besteht. Markenzeichen des Bündnises ist dabei die ganzheitliche Betrachtung des Berlin-Brandenburger Bahnnetzes. Hierbei spielt auch die Wiederbelebung und Attraktivitätssteigerung peripherer Strecken eine Rolle, die es hinsichtlich ihrer möglichen Potenziale zu untersuchen gilt.

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