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Die Busschule geht in Ostprignitz-Ruppin wieder auf Tour

Werbung für die Busschule des Landkreises (von links): Julia Laurinat vom Sachgebiet Schülerangelegenheiten im Amt für Bildung und Liegenschaftsverwaltung, ORP-Geschäftsführer Ulrich Steffen sowie Amtsleiterin Anke Somschor. © LK OPR
Werbung für die Busschule des Landkreises (von links): Julia Laurinat vom Sachgebiet Schülerangelegenheiten im Amt für Bildung und Liegenschaftsverwaltung, ORP-Geschäftsführer Ulrich Steffen sowie Amtsleiterin Anke Somschor. © LK OPR

Wer kann sich nicht an seine allererste Busfahrt erinnern? Ob zunächst noch in Begleitung der Eltern oder schon ganz alleine auf dem Weg zur Schule - unvergessen sind vor allem jene Momente an der Haltestelle, wenn der große Schulbus mit dem dröhnenden Dieselmotor vor einem abbremste, sich die Türen mit dem typischen und etwas unheimlich klingenden Zischen der Druckluft öffneten. Der Respekt war am Anfang riesig, wenn dieses Monstrum aus Kinderaugen betrachtet auf einen zurollte und danach die morgendliche Fahrt beginnen konnte.

Inzwischen sind die Busse zwar moderner geworden und häufig auch nicht mehr ganz so laut, aber eindrucksvolle Schwergewichte sind sie allemal geblieben. Und gerade für viele Schulanfänger:innen sind die ersten Fahrten mit einem Bus ein echtes Abenteuer, auf das es sich vorzubereiten gilt. Aus diesem Grund führt der Landkreis als Träger der Schülerbeförderung auch in diesem Jahr wieder in Zusammenarbeit mit der Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft mbH (ORP), der Unfallkasse Brandenburg (UKBB), der Polizei, den Schulen und den Elternhäusern das Projekt Busschule "Mit dem Bus sicher zur Schule" für alle Einschüler:innen durch. In der letzten Woche der Sommerferien und in der ersten Woche des neuen Schuljahres wird die Busschule an fast allen Grundschulen im Landkreis Station machen und Schüler:innen sowie deren Eltern über das richtige Verhalten am und im Bus informieren. "Gerade Erstklässler haben häufig erst wenige oder noch gar keine Erfahrungen mit dem Straßenverkehr sammeln können und sind erst mal erschrocken, wenn sie zum ersten Mal vor so einem einem Ungetüm stehen. Deshalb ist es so wichtig, die Kinder auf Situationen vorzubereiten, die in Zusammenhang mit einer Busfahrt auftreten können.", erklärt Anke Somschor, Leiterin des zuständigen Amtes für Bildung und Liegenschaftsverwaltung. "Vielen ist vorher gar nicht bewusst, wie stark so ein Bus wirklich ist und welche gewaltige Kraft von ihm ausgehen kann. Wenn ich aber einen Bus erst mal kennengelernt habe und weiß, wie ich mich beispielsweise beim Aus- oder Einsteigen richtig verhalte, dann kann das Risiko eines Unfalls deutlich gesenkt werden. Und das wollen wir doch alle", so die Amtsleiterin.

Bereits seit über 20 Jahren wird die Busschule nunmehr in unserem Landkreis durchgeführt. Und das mit Erfolg, wie auch ORP-Geschäftsführer Ulrich Steffen betont: "Es gibt sogar schon Eltern, die selbst an den allerersten Busschulen teilgenommen haben und wissen, wie enorm wichtig diese Form der Aufklärung für das korrekte Verhalten im Straßenverkehr ist. Und Eltern tragen hier eine besondere Verantwortung, da sie eine Vorbildfunktion für unsere Jüngsten haben. Deshalb ist es gut, dass auch sie bei der Busschule dabei sind und vielleicht selbst den ein oder anderen Aha-Effekt mit nach Hause nehmen."

Die Busschule kommt zu den angemeldeten Schulen, Unterricht und Einweisung dauern in der Regel insgesamt etwa eine Stunde. Es gibt einen theoretischen Abschnitt, bei dem unter anderem Lehrvideos gezeigt werden und mit den Eltern gesprochen wird, sowie einen praktischen Teil. Bei diesem sind dann bei den Terminen in der letzten Ferienwoche auch Mitarbeitende der Polizei und der Kreisverwaltung mit vor Ort, zusätzlich zu den Kolleginnen und Kollegen der ORP. Die kennen sich natürlich bestens mit ihren Bussen aus und können den Schülerinnen und Schülern am und im Fahrzeug aus eigener Erfahrung erklären, was es zu beachten gilt, etwa wie das mit dem Ein- und Aussteigen gefahrlos funktioniert oder wo sich die Haltegriffe bei den Stehplätzen im Bus befinden.

20 Schulen aus dem Landkreis haben sich für die diesjährige Busschule angemeldet, los geht´s am 22. August mit den ersten Terminen an Grundschulen in Fehrbellin, Gildenhall, Wustrau und Breddin. Insgesamt 836 Einschüler:innen werden bis zum letzten Tag der Busschule, am 1. September an der Grundschule "Am Weinberg" in Alt Ruppin, jede Menge Wissen rund um das Busfahren mit nach Hause genommen haben. Julia Laurinat, zuständig für die Busschule beim Amt für Bildung und Liegenschaftsverwaltung, freut sich schon jetzt, dass es bald losgeht: "Die Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs nimmt auch bei uns zu, was sicherlich mit daran liegt, dass der Schülerfahrausweis in unserem Landkreis nicht nur kostenlos ist, sondern nun auch als Deutschlandticket überall im Nahverkehr im ganzen Land genutzt werden kann. Umso wichtiger ist es, dass unsere Jüngsten bestens vorbereitet auf ihre ersten Fahrten gehen, ob nun zur Schule oder mal in den Ferien zu Oma und Opa. Mit der erfolgreichen Teilnahme an unserer Busschule dürfte das überhaupt kein Problem mehr sein."

Für die Teilnehmenden der Busschule gibt es auch in diesem Jahr wieder viele Infos und kleine Erinnerungsgeschenke, wie etwa die praktischen Reflektorstreifen für einen sicheren Schulweg auch bei Dunkelheit. © LK OPR
Für die Teilnehmenden der Busschule gibt es auch in diesem Jahr wieder viele Infos und kleine Erinnerungsgeschenke, wie etwa die praktischen Reflektorstreifen für einen sicheren Schulweg auch bei Dunkelheit. © LK OPR

28.07.2023 
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