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Der aus dem polnischen Opole stammende Autor Matthias Nawrat ist am Donnerstagabend in der Neuruppiner Kulturkirche mit dem diesjährigen Fontane-Literaturpreis ausgezeichnet worden. Der Preis ist mit 40.000 Euro dotiert. 

Matthias Nawrat, der in Berlin lebt, wurde von einer unabhängigen Jury für den gemeinsamen Literaturpreis der Fontanestadt und des Landes Brandenburg mit seinem Gedichtband "Gebete für meine Vorfahren" ausgewählt. Der alle zwei Jahre in Würdigung Theodor Fontanes verliehene Preis soll Autorinnen und Autoren auszeichnen, die mit einem Werk erstmalig ein herausragendes öffentliches Interesse gefunden haben.

Brandenburgs Kulturministerin Dr. Manja Schüle in ihrem schriftlich übermittelten Grußwort: "Das menschliche Ringen zwischen Ego und Empathie, die Suche nach einer Identität zwischen Herkunft und Zukunft, der Zweifel an der Sprache in Zeiten von Gewalt – das sind die Themen von Matthias Nawrats literarischem Schaffen. Das sind Themen, die große Literatur ausmachen. Nun hat er einen Gattungswechsel vollzogen und begibt sich mit den Mitteln der Lyrik auf die Suche nach dem Sinn des Lebens und dem Wesen des Menschen. Ich finde: Er ist ein großartiger Fontane-Literaturpreisträger!"

Nico Ruhle, Bürgermeister der Fontanestadt Neuruppin: "Ich gratuliere sehr herzlich Matthias Nawrat. Die Jury hat mit dem diesjährigen Preisträger einen Autor gewählt, der mit unterschiedlichsten Gattungen, Stilen und Erzählperspektiven so selbstverständlich hantiert, wobei es ihm meisterhaft gelingt, Themen wie Entwurzelung, Neuverortung und die Gestaltung der Gesellschaft aufzugreifen. Dieser Facettenreichtum macht das Werk von Matthias Nawrat so interessant und lädt den Lesenden zu immer neuen ‘Reisen‘ ein. Ich freue mich, dass wir Herrn Nawrat mit dieser Auszeichnung auf seinem weiteren literarischen Weg unterstützen können. Dass die Jury des Fontane-Literaturpreises ein gutes Gespür hat, zeigt der Preisträger von 2010, Lutz Seiler, der in diesem Jahr mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet wurde.“

Preisträger Matthias Nawrat: "In der Literatur kommt das menschliche Leben in all seinen Farben zu Wort. In ihr kann eine andere Welt aufschimmern, in der jeder Mensch geachtet, in der das Unrecht ausgesprochen wird. Wir befinden uns hier an einem ganz konkreten Ort, in Brandenburg im Jahr 2023, in einer Zeit, da der Faschismus überall in Europa wieder erstarkt. Mich beehrt der Glaube der Preisstiftenden und der Jury an die Dichtung und an ihre Relevanz, und ich will versuchen, die Verantwortung gegenüber der Mitmenschlichkeit, die mit jedem literarischen Wort verbunden ist, auch weiterhin ernst zu nehmen.“

Mehr Informationen über Matthias Nawrat und den Fontane-Literaturpreis.

Matthias Nawrat bei der diesjährigen Preisverleihung in der Neuruppiner Kulturkirche. © LK OPR
Matthias Nawrat bei der diesjährigen Preisverleihung in der Neuruppiner Kulturkirche. © LK OPR
25.08.2023 
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