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Brandenburgs Umweltminister Axel Vogel hat am Wochenende auf dem Kemper Hof in Netzeband das Amt Temnitz mit dem diesjährigen Naturschutzpreis der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg ausgezeichnet - und damit zum ersten Mal in der Historie des Preises eine Kommune. Amtsdirektor Thomas Kresse nahm die Auszeichnung sowie 3.000 Euro Preisgeld stellvertretend für die vielen Aktiven entgegen, die sich beispielhaft und in herausragender Weise für die nachhaltige Sicherung und Entwicklung der Natur- und Kulturlandschaft entlang der Temnitz einsetzen.

Der Minister und Stiftungsratsvorsitzende hob vor allem den gemeinschaftlichen Einsatz in der Region hervor: "Bereits seit 15 Jahren engagiert sich das Amt Temnitz gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern im Naturpark Stechlin-Ruppiner Land für das Projekt ‚Lebensader Temnitz‘. Durch die starke Vernetzung und hervorragende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Interessengruppen gelingt es, Natur- und Klimaschutz mit naturtouristischen und landwirtschaftlichen Belangen in Einklang zu bringen. Eindrucksvoll zeigt sich hier, dass Naturschutz für alle ein Gewinn ist, besonders dann, wenn man ihn partnerschaftlich und auf Augenhöhe umsetzt." 

So wurden umfangreiche und zum Teil innovative Naturschutzmaßnahmen in Angriff genommen, insbesondere zur Stabilisierung des Wasserhaushaltes und zum Moorschutz, von denen zahlreiche seltene und geschützte Arten profitieren, darunter Fischotter, Kammmolch und Kranich. Beispielsweise wurde ein Stauversuch an der Temnitzquelle gestartet. Regelmäßige Messungen an den angelegten Grundwasserpegeln und Abflüssen sollen zeigen, ob die Wasserstände signifikant ansteigen und sich so positive Auswirkungen auf den Quellbereich erzielen lassen. Die Erkenntnisse werden schließlich auch anderen von Trockenheit und Dürre geprägten Flächen zugutekommen. Darüber hinaus konnten bereits 27 Feldsölle renaturiert und so die Lebensraumsituation für zahlreiche Amphibien und Reptilien verbessert werden.

Jana Kolterjahn, Leiterin des Bau- und Umweltamtes, gratulierte im Namen des Landkreises: "Wir haben Sie gerne unterstützt und begleitet. wir werden das auch weiterhin tun. Denn was Sie hier geleistet haben und auch in Zukunft noch vorhaben, hat eine Vorbildfunktion auch für andere Regionen in unserem Landkreis. Die nachhaltige Sicherung und Entwicklung einer Natur- und Kulturlandschaft kann nur als Gemeinschaftsprojekt gelingen. Sie leben vor, wie das funktionieren kann."

Seit 1998 zeichnet die Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg richtungsweisende Leistungen im Bereich des praktischen Naturschutzes, der nachhaltigen Landnutzung oder auch in der Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung mit dem Landesnaturschutz-preis aus. Darüber hinaus können auch wissenschaftliche, planerische oder wirtschaftliche Leis-tungen mit dem Preis geehrt werden.  

"Die Menschen vor Ort verstehen die Natur und deren Schutz als essenziell für ihre Lebensqualität und zusätzlich als harten Standortfaktor“, erklärte Amtsdirektor Thomas Kresse. "Was hier gemeinschaftlich und zum größten Teil ehrenamtlich geleistet wird, ist aus meiner Sicht überragend und macht mich sehr stolz. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir auch andere Regionen mit unserem Projekt und den gelungenen Kooperationen inspirieren können.“

Preisverleihung im Kemper Hof in Netzeband: Amtsausschussvorsitzender Michael Mann, Umweltminister Axel Vogel, Amtsdirektor Thomas Kresse und Dr. Holger Rößling,Geschäftsführer der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg (v.l.n.r.) © LK OPR
Preisverleihung im Kemper Hof in Netzeband: Amtsausschussvorsitzender Michael Mann, Umweltminister Axel Vogel, Amtsdirektor Thomas Kresse und Dr. Holger Rößling,Geschäftsführer der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg (v.l.n.r.) © LK OPR
28.08.2023 
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