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Agrarförderung (KULAP)

Leistungsbeschreibung

Auf Grundlage der Richtlinie zur Förderung umweltgerechter landwirtschaftlicher Produktionsverfahren und zur Erhaltung der Kulturlandschaft fördert das Land Brandenburg Maßnahmen, die in besonderem Maße die nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und den Klimaschutz gewährleisten und unterstützen. Dabei gilt es zum Schutz der Umwelt sowie zur Erhaltung des ländlichen Lebensraumes, der Landschaft und ihrer Merkmale, der Wasserressourcen, der Böden und der genetischen Vielfalt beizutragen. Die Zuwendungen sollen den zu leistenden Mehraufwand oder die Einkommensverluste für die erbrachten Leistungen, die zur Sanierung, Erhaltung, Pflege und Gestaltung der Kulturlandschaft beitragen, decken. Die Maßnahmen sind nur dann förderfähig, wenn die betreffenden Flächen in einer entsprechenden Kulisse liegen.

Antragsberechtigt sind landwirtschaftliche Betriebe, unabhängig ihrer Rechtsform, die ihre betriebseigenen Flächen selbst bewirtschaften. Für die Antragsbearbeitung von im Landkreis Ostprignitz-Ruppin ansässigen landwirtschaftlichen Unternehmen ist das Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft des Landkreises zuständig.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  1. Sie verfügen über landwirtschaftliche Fläche (Ackerland oder Dauergrünland) von mehr als einem Hektar. Die Fläche liegt in einer entsprechenden Kulisse.

  2. Der Einzelschlag ist mind. 0,3 Hektar groß.

  3. Sie üben ganzjährig auf der Fläche eine landwirtschaftliche Tätigkeit aus.

  4. Sie verfügen über mindestens einen Zahlungsanspruch.

  5. Sie verfügen über eine Betriebsnummer für die zentrale Datenbank InVeKoS.

Die KULAP-Antragstellung (Neu-, Erweiterungs-, Übernahme-, oder Änderungsanträge) ist online jeweils ab November bis zum 31. Dezember (Ausschlussfrist) des entsprechenden Jahres möglich.Die Anträge auf Auszahlung der Zuwendung für die entsprechenden KULAP-Maßnahmen sind mit dem Sammelantrag auf Agrarförderung bis zum 15. Mai des Folgejahres zu stellen. Die Auszahlung erfolgt im 2. Quartal des darauf folgenden Kalenderjahres.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online unter www.agrarantrag-bb.de („profil Inet WebClient“). Sie benötigen für die Antragstellung Ihre Betriebsnummer (BNR-ZD) und eine persönliche Identifikationsnummer (PIN).

Die Betriebsnummer kann beim Amt für Verbraucherschutz und Landwirtschaft des Landkreises Ostprignitz-Ruppin beantragt werden. Wenn die Betriebsnummer vorliegt, kann beim Landeskontrollverband Berlin Brandenburg eV die entsprechende PIN beantragt werden.

Achtung: Damit wir Ihren Antrag bzw. Ihre Anträge bearbeiten können, müssen Sie folgende Unterlagen schriftlich beim Sachgebiet Landwirtschaft einreichen:

  • Datenbegleitschein(e) zu dem/den Einreichvorgang/-vorgängen (aus WebClient ausdrucken),
  • gegebenenfalls Handelsregisterauszug (max. 3 Monate alt) bzw. Vertretungsvollmacht,
  • gegebenenfalls Kopie des aktuellen GbR-Vertrags.

 

Antragsschluss ist der 15. Mai eines jeden Jahres. Es besteht die Möglichkeit, den Antrag bis zu 25 Tage nach Antragsschluss verspätet einzureichen. Hier ist jedoch zu beachten, dass ab Tag 1 der verspäteten Antragseinreichung die Prämie um 1 Prozent pro Werktag gekürzt wird.

Welche Gebühren fallen an?

Es fallen keine Gebühren an.

Was sollte ich noch wissen?

Die Beteiligung ist freiwillig. Alle Antragsflächen sind in ihrer konkreten Form und Lage innerhalb von Feldblöcken einzuzeichnen und mit den entsprechenden Fördervermerken zu versehen. Generell sind die Zahlungen an die Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen, also an vorgegebene Standards im Bereich Umwelt, Gesundheit und Tierschutz geknüpft (Cross-Compliance).

Der Bindungszeitraum für die eingegangene Verpflichtung einer Agrarumwelt- und Klimamaßnahme beträgt mindestens fünf Jahre. Das Verpflichtungsjahr ist das Kalenderjahr (Beginn 01.01., Ende 31.12.). Es sind schlagbezogene Aufzeichnungen zu führen.

Rechtsgrundlagen

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